Als Transkription wird in der Genetik die Synthese von RNA anhand einer DNA als Vorlage bezeichnet. Die Transkription ist damit ein wesentlicher Teilprozess der Genexpression. Dies jedoch nur zur Vorinformation, denn wer bei “Transcripted” jetzt ein trockenes Wissenschaftsspiel erwartet, der ist auf dem Holzweg.

Bausteine

Die Story von “Transcripted” dreht sich um ein mysteriöses Pathogen, dem der junge Wissenschaftler Adam mit Hilfe von Nanosonden und der stets hilfsbereiten K.I. NaDia versucht auf den Grund zu gehen. Spielerisch lässt sich “Transcripted” am Besten zusammenfassen als eine Mischung aus Luxor, diversen Bullethell-Spielen und einer Prise Asteroids. Sprich, man versucht mindestens drei gleichfarbige Würfel in einer Reihe vieler verschiedenfarbigen Würfel zu kombinieren, die in einer langen Kette durch den Level wandern. Dreier- und mehr Kombinationen lösen sich auf und füllen einen Balken, der den Levelfortschritt darstellt. Währenddessen versucht der Spieler, mutierten Schleimklumpen auszuweichen oder sie zu zerschießen, da diese einen sonst entweder ständig mit den verschiedensten Geschossen traktieren oder sich gleich selbst in den Spieler stürzen. Zerstörte Klumpen hinterlassen die für eine Kettenreaktion notwendigen Würfel, die von der Sonde aufgenommen und passend verschossen werden müssen. Variationen in diesem Spielprinzip gibt es jedoch auch. Hin und wieder kommt es beispielsweise zu Bosskämpfen oder man muss die Kette verteidigen, die man ein paar Level zuvor noch sprengen musste.

Der Schwierigkeitsgrad lässt sich separat einstellen. Ist man eher der Puzzlefan, kann man beispielsweise die Anzahl der Würfelfarben erhöhen. Ist man dagegen eher Shooterfan, kann man den Klumpencounter erhöhen. Neben der Story gibt es außerdem noch Challenges, mit vordefinierten Waffen und Siegkonditionen. Leaderboards für den virtuellen Virenvergleich mit Freunden gibt es auch.

Gesundheit!

Wie man sich bereits denken kann, ist die vom Spieler kontrollierte Sonde nicht komplett wehrlos den viralen Gezeiten ausgesetzt. Das Arsenal der Sonde reicht hier vom Dauerfeuer-Puls-Laser bis hin zur Einfrierkanone. Außerdem verfügt die Sonde über einen sich regenerierenden Schild, der einen Großteil der feindlichen Geschosse abfängt. Kollisionen mit Klumpen jedoch zehren direkt an der Gesundheit, die sich nicht regeneriert.

Um der Krankheit Herr zu werden, sammelt die Sonde zudem im Laufe des Spiels Forschungspunkte. Diese erhält man entweder durch das Zerstören von Feinden oder von besonders großen Kettenreaktionen an aufgelösten Würfeln. Damit lässt sich die Sonde immer weiter upgraden, wie etwa mit mehr Feuerkraft oder besseren Schilden. Diese Upgrades sind in mehreren Stufen per Skilltree zwischen den Leveln verfügbar.

Das Gesicht einer Krankheit

Die Geschichte wird in gut synchronisierte Zwischensequenzen erzählt, jedoch hauptsächlich nur in Textform, begleitet von Portraits der jeweils sprechenden Akteure. Die Grafik von “Transcripted” ist durchaus gelungen. Hübsche Explosionseffekte, kombiniert mit einem Hintergrund, der einem das Gefühl vermittelt, tatsächlich auf Nanoebene zu agieren, trägt viel zur Atmosphäre des Spiels bei. Die Hintergrundmusik ist im ruhigeren Trance-Bereich anzuordnen und trägt ebenfalls viel zur Atmosphäre bei.