Kleine, niedliche Soldaten, Kindergeschrei und Knuddelgrafik auf der einen Seite, Sturmgewehre, Granaten und Scharfschützen auf der anderen. Kann das gut gehen? Durchaus.

Tiny Troopers

Todesmutig das Tutorial begonnen, ist es schon nach zwei Minuten vorbei. Der vorerst einzige kleine Soldat (werden später mehr) wird mit einem Klick der linken Maustaste auf die gewünschte Position bewegt und mit der rechten wird geschossen. Es gilt Feinde auszuschalten, Objekte und Geld einzusammeln und man lernt wie man sich nützliche Erweiterungen wie z.B. Granaten kaufen kann.

Die einstweilen langweilige und später taktisch wertvolle Karte, sowie alle anderen Funktionen sind leicht über Buttons im Spiel und erfreulicher Weise auch alle über Tastenkürzel aufrufbar (letztere werden im Pausenmenü stets eingeblendet).
Anfangs ist alles sehr überschaubar und man lernt die Spielmechanik nach und nach mit den Missionen.

Neben Gold kann man auch Medaillen einsammeln. Mit Gold kauft man Waren und Einheiten, mit den Medaillen Verbesserungen bzw. Ausbildungen für die Truppen. Vor jeder Mission darf man sich seine Truppen und Waffen je nach Budget zusammenstellen. Dies gibt dem Spiel neben der hübsch animierten Action seinen taktischen Faktor.

Es macht wirklich Spaß die kleinen Soldaten durch die Gegend zu lenken, seine Zerstörungswut auszuleben und bei den drei wählbaren Schwierigkeitsgraden immer bessere Rankings zu erreichen. Doch erschöpft sich das Spielprinzip auch rasch und man wird das Gefühl nicht los ein iPad oder Android Spiel auf seinem Rechner zu haben.

Was aber auch durchaus Vorteile hat: So läuft das Spiel sogar auf Atom Netbooks oder auf einem AMD C-50 Netbook flüssig und man darf beim Start sogar die Größe des Fensters (neben Vollbild) wählen. Für die bescheidenen Systemvoraussetzungen bietet es eine durchaus ansehnliche Grafik und ganz ordentlichen Sound.