Denkt man an den Hamburger Publisher Crimson Cow, so fallen den meisten wahrscheinlich erstmal die Adventure-Hits „Runaway“ oder „The Westerner“ ein. Aber auch in anderen Genre-Bereichen gab es schon tolle Spiele aus dem Hause zu vermelden. Nun ist ein nagelneues Indie-Spiel frisch auf dem Markt erschienen, das sogar im Vorfeld schon Preise einheimsen konnte: „Tiny and Big in: Grandpa’s Leftovers“.

Gib die Unterhose her!

Der böse Big hat Grandpa’s Unterhose geklaut (passt irgendwie zum Namen des Entwicklerstudios Black Pants, oder? Wenn das mal kein Zufall ist…)! In Begleitung seines treuen Freundes dem Radio macht sich Tiny sogleich auf, das gute Stück zurück zu erobern. Das ist eigentlich auch schon das wichtigste, was man über die Story des Spiels wissen muss. Auch wenn natürlich sonst die Story in Spielen mehr als relevant ist, rückt sie bei diesem etwas anderen Spiel aus Sicht des Spielers einfach mal in den Hintergrund, denn das Gameplay ist auch unabhängig von der Story unheimlich interessant!

Tiny ist nun also in verschiedenen Leveln auf der Jagd nach Opa’s magischer Unterhose. Zur Verfügung stehen Tiny hier seine selbstgebaute Rakete, sein Greifhaken und sein Allzwecklaser. Und eine Menge Kreativität des Spielers! Die Welt muss nämlich zerlegt und neu geformt werden, um das Ende des Levels zu erreichen. Hier ist ein gewisses physikalisches Verständnis unbedingt vonnöten, sonst wird Tiny nämlich schnell mal von einem Felsbrocken erwischt und das wollen wir ja nicht!

Mal was anderes!

Der Entwickler Black Pants hat sich mit diesem Spiel wirklich mal was einfallen lassen. Bereits im Vorfeld konnte man ja erahnen, dass dieses Spiel interessant werden könnte, immerhin hat es bereits in der Entwicklungsphase den Deutschen Computerspielpreis als „Bestes Nachwuchsspiel 2011“ gewonnen. Und das zu Recht, mag man sagen, nachdem man dieses Spiel gespielt hat. Hier passt einfach alles zusammen. Das Gameplay ist eben mal was ganz anderes und lässt auch Geschicklichkeitsfreunde mal schön ins Grübeln kommen. Auffällig ist natürlich auch die Grafik. Auf den ersten Blick mag man denken „Oh mein Gott, wie sieht denn das aus?“, aber kaum hat man das erste Level bestritten, stellt man fest, dass diese Grafik einfach perfekt ist! Ein wenig Oldschool-Comic, der nicht sonderlich aufwändig erscheint, aber letztendlich doch mit zahlreichen Handzeichnungen angefertigt wurde und somit natürlich doch unheimlich aufwendig ist. Die Sprechblasen geben der ganzen Sache dann nochmal einen Extraflair.

Passend zu diesem Indie-Spiel ist auch der Soundtrack mit zahlreichen Tracks von Indie-Bands gespickt, wobei man sich in jedem Level selbst den Soundtrack zusammen farmen kann.

„Tiny and Big in: Grandpa’s Leftovers“ ist ein wirklich toll gelungenes Indie-Game, das die positive Kritik im Vorfeld auf jeden Fall verdient hat. Indie-Fans sollten hier unbedingt zugreifen und das noch junge Entwicklerteam mit dem Kauf unterstützen!