Und noch ein Wimmelbild-Spiel! Diesmal allerdings nicht wie die letzten im Adventure-Style, sondern ganz klassisch „wie früher“.

Die Mona Lisa von Leonardo da Vinci wurde aus dem Louvre in Paris gestohlen! Doch der Dieb ist nicht Irgendwer, sondern ein gerissener Kerl, der Zeit-Chamäleon genannt wird. Er reist bei seiner Flucht durch Zeit und Raum: Zurück in die Vergangenheit, dann wieder in die Gegenwart und das ganze durch die ganze Welt. Die Polizei schafft es nicht, den Dieb zu erwischen, also wirst Du um Hilfe gebeten und machst Dich auf die Reise, den Verbrecher zu schnappen! Du musst Hinweise finden, die Dich näher an den Dieb heran bringen und darfst auf keinen Fall von seiner Spur abkommen!

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Leider war es das dann aber auch schon an Story. In der letzten Zeit haben sich Wimmelbild-Spiele ja grundlegend geändert. Da wird eine richtige Story um ein Spiel gebastelt, man bewegt sich in einer Welt wie in einem Adventure und muss hier und da schonmal seinen nächsten Schritt genauer überlegen. Das ist bei „Time Chronicles – The Missing Mona Lisa“ nicht so. Hier wurde zwar eine kleine Story um die Wimmelbilder gebastelt, aber die ist eher nebensächlich, der Fokus liegt ganz klar auf den verschiedenen Wimmelbildern.

Die Wimmelbilder sind aber recht abwechslungsreich. Man wird zum einen durch die ganze Welt geschickt: Du reist zum Beispiel nach Shanghai, nach Sydney, in die Schweiz, nach Rio de Janeiro und natürlich nach Paris. Zum anderen wird man an den verschiedenen Orten in unterschiedliche Zeitepochen geschickt. So findet man sich mal in einem Wimmelbild des Mittelalters wieder, um dann in die 80er Jahre zu stolpern. Die Wimmelbilder sind dementsprechend gestaltet: Auf den ersten Blick kann man eigentlich erkennen, in welchem Land oder in welcher Stadt man sich befinden. Und auch das Zeitalter ist schnell zu erkennen: Die zu suchenden Gegenstände sind nämlich zeittypisch. Über das Design der Wimmelbilder kann man also wirklich nicht meckern, sie sind grafisch schön gestaltet und voll gepackt mit Gegenständen, die die Suche erschweren.

Kommen wir also zum Schwierigkeitsgrad: Den kann man getrost als „nicht zu einfach“ benennen. Natürlich gibt es eine „Tipp-Bar“, diese lädt sich allerdings recht langsam auf. Und die gesuchten Gegenstände sind teilweise wirklich gut versteckt oder ganz am Bildschirmrand zu finden, so dass man sie gerne mal eine Weile übersieht.

Keine große Abwechslung

Andere Logikspiele wie man sie sonst aus Spielen dieser Art kennt, bleiben leider auf der Strecke. Es gibt zwar das eine oder andere Spielchen nach gefühlten 15 Wimmelbildern, diese sind dann aber so einfach oder so kurz, dass man sie kaum erwähnen braucht.

„Time Chronicles – The Missing Mona Lisa“ ist also ein Wimmelbild-Spiel, wie man es von früher kannte, aus den Anfangszeiten der Wimmelbild-Spiele. Keine große Aufmachung drumherum, sondern einfach nur das stumpfe Suchen nach Gegenstände in einem Stillleben. Ob das heutzutage noch viele Fans findet, ist fraglich. Denn seien wir mal ehrlich: Auch die Casual-Spieler sind mittlerweile verwöhnt von schönen Storys und mit Liebe gestalteten Spielen. Über die Grafik und den Sound kann man hier zwar nicht meckern, aber ein Wimmelbild nach dem anderen ohne Abwechslung zwischendurch wird auf Dauer doch sehr langweilig und kann wohl nur wahre Wimmelbild-Fans begeistern.

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