Wer schon immer den Wunsch gehegt hat eine Weltraum-Station á la Deep Space Nine oder Babylon 5 zu managen, der hat jetzt (wieder) Gelegenheit dazu! Mit der neuaufbereiteten Version von Startopia durch GOG.com können Hobby-Siscos und Sheridans in dieser Mischung aus Dungeon Keeper und Sims ihre persönliche Traumstation gestalten.

Auf der Suche nach intelligentem Leben

Sobald die ersten Service-Roboter ausgepackt und die Energiestation sowie der Eingang gebaut sind, wuseln auch schon die ersten Aliens auf die Station. Die Palette reicht dabei von den optisch aus Area 51 bekannten „Greys“ bis hin zu den engelsgleichen, leicht bekleideten „Siren“. Sind die Besucher erst einmal an Deck, können die meisten von ihnen angeheuert werden. Dies ist auch dringend notwendig, da Räume nur mit der richtigen Sorte Alien überhaupt erst ihren Betrieb aufnehmen. So können beispielsweise ausschließlich Greys eine Krankenstation betreiben, während nur die Siren im sogenannten „Liebesnest“ einsame Aliens mit Liebe versorgen (familientauglich dargestellt durch das Versprühen von Herzen). Die Bedürfnisse der Gäste und Angestellten der Station sind vielfältig und es sollte darauf geachtet werden, diese auch zu befriedigen, da zum Beispiel unzureichende Versorgung mit Nahrung oder Sauberkeit dazu führen kann, dass Aliens die Station wieder verlassen oder sogar kriminell werden und den Stationsbetrieb sabotieren.

Wir sind nicht allein

Man kontrolliert nicht von Anfang an die gesamte Station. Mit Energie, der Währung des Spiels, können einzelne Segmente der donutförmigen Station freigeschaltet werden, die sich zudem in drei Etagen aufteilt: Die erste Etage bildet das Hauptdeck. Darin können Schlafstationen, Docks für Händler oder Forschungslabors errichtet werden. Auf der zweiten Etage befindet sich die Unterhaltungsebene. Nur auf dieser können die bereits erwähnten Liebesnester sowie Discos und Shops platziert werden. Auf der dritten Etage schließlich ist das Biodeck, auf dem keine Räume gebaut werden, sondern richtiges Terraforming möglich ist, sprich man kann Höhe, Feuchtigkeit, Wärme und Wasserstand nach belieben einstellen. Außerdem können dort Pflanzen angebaut werden, die als Zierde, Materialien für den Handel, die Forschung oder die medizinische Versorgung Verwendung finden. Jede Rasse hat zudem spezielle Vorzüge, was das Terrain angeht und freut sich, wenn sie dieses auf dem Biodeck vorfindet. So mögen es die Greys am liebsten kalt und trocken.

In der mehrere Missionen umspannenden Kampagne oder im Sandboxmodus können bis zu drei Computergegner mit um die Kontrolle auf der recht großen Station buhlen. Ein Sieg kann beispielsweise durch Aufkaufen der meisten neutralen Stationssegmente oder sogar durch eine feindliche Segmentübernahme per Sicherheitspersonal erlangt werden. Auch Multiplayer gegen/mit Menschen ist möglich.

I want to believe

Man merkt dem Spiel seine elf Jahre an der Außenhülle schon ein wenig an. Besonders beim Heranzoomen wirkt alles etwas kantig. Da man aber das Geschehen zwecks Übersicht sowieso aus größerer Entfernung betrachtet, fällt dies nicht sonderlich auf. Außerdem kann man sich ja immer sagen, dass es hier um Aliens geht. Die müssen so aussehen. Der Soundtrack des Spiels sei ebenfalls hervorgehoben. Dieser wechselt je nach Deck auf dem man sich gerade befindet und liefert stimmungsvolle Hintergrundmusik. Besonders der Soundtrack auf der Unterhaltungsebene hat gefallen.