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Spieletest: Star Ocean – First Departure

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Star Ocean – First Departure

Vorneweg ein kleiner Star Ocean History Crash-Kurs: Vor 12 Jahren brachte Enix, für die langsam dahinscheidende SNES, den ersten Teil der Star Ocean Reihe auf den Markt in Übersee. Trotz der zelebrierenden Playstation und der bald erscheinendem N64, bildete sich eine kleine Star Ocean Fangemeinde. In den darauf folgenden 7 Jahren erschienen dann auch die Nachfolger zuerst auf der PS1 mit “Star Ocean: The Second Story” und dann zum ersten Mal in kompletten 3D-Gewand auf der PS2 mit dem preisgekrönten “Star Ocean: Til the End of Time”. Und nun dürfen sich Fans der Serie und PSP-Besitzer gleichermaßen freuen: Denn mit “Star Ocean: First Departure” bringt nun Square-Enix das Erste von 2 angekündigten Remakes der alten Star Ocean-Spiele auf die PSP. Nun lasst uns mal feststellen, ob ein Freudenschrei auch berechtigt ist.

Die Story

Auf einen fernen Planeten namens Roak beginnt die Geschichte. Hier lebt der Hauptcharakter Roddick zusammen mit seinen engsten Freunden Dorne und Milliy in dem Dorf Kratus. Die drei bilden dort die sogenannte “Kratus Brigade”, welche das Dorf vor Räubern und ähnlichem schützt. Nach den ersten paar unterdurchschnittlich spannenden Dialogen und den ersten wenig spektakulären Auseinandersetzungen mit Räubern machen auch schon Gerüchte die Runde, eine Art Seuche verwandle die Bewohner des Nachbardorfes in Steinstatuen. Sofort macht sich die Party-Truppe auf den Weg, um ein Kraut von einem Berg zu holen, welches Heilung verspricht. Bis hier hin klingt es nicht sonderlich aufregend, aber wer es geschafft hat diesen recht müden Prolog zu meistern, der wird mit dem plötzlich anschließendem Sci-Fi-Abenteuer belohnt.

Auf dem Gipfel des Berges treffen die drei Abenteurer auf zwei wie aus dem Nichts erscheinende Menschen. Nach einem netten Dialog wird dem Trio klar gemacht, dass ihr Kraut nicht helfen wird. Denn die Wahrheit hinter der Seuche ist weitaus grausamer als vermutet. Wie Roddick und Co. erfahren, wird ihr Planet für Biowaffentests, einer Humanoidenrasse die im Krieg mit den Erdbewohnern steht, missbraucht. Nachdem die Heldengruppe auf das Raumschiff eingeladen wird, wird ihnen klar, dass sie die Bewohner ihres Planeten, und auch ihren Freund Dorne, der sich ebenfalls infiziert hat, nur durch ein Gegengift, das aus dem Blut des ersten Virusträgers hergestellt werden muss, retten können. Nur zu blöd, dass dieser Virusträger ein ultrafieser Dämon war, der schon vor hunderten von Jahren dahinschied.

Wer wissen will wie es weitergeht, der muss schon selber spielen. Versichern kann ich, dass die Story alles mögliche beinhaltet wie: Krieg, Liebe, Zeitreisen, Verrat. Und das ganze auf ca. 30 Std. komprimiert.

Das Gameplay

Wer auf ein klassisches Japano-RPG Kampfsystem á la Dragon Quest und Co. setzt wird wohl schwer enttäuscht sein, denn “Star Ocean First Departure” bietet ein sehr actionreiches Hack&Slay. Per Random-Encounter wird der Spieler mit seiner Truppe, sofern er sich auf der Weltkarte oder in Dungeons befindet, auf ein kleines Schlacht gebracht wo er sich in einer Echtzeit-Auseinandersetzung mit dem Feind gegenübersteht. Man selber steuert immer nur einen Charakter, während der Rest von der CPU übernommen wird. Dieser kann man auch sagen wie in etwa sie dabei vorgehen soll. Das anfängliche Buttonsmashing geht später noch sehr gut von der Hand und wird nur gelegentlich durch das Pausieren zum Auswählen der heilenden Zaubersprüche unterbrochen.

In dem Skill-Punkte-System kann man in verschiedene Fertigkeiten investieren wie Kampf oder Magie. Außerdem kann man diese Punkte noch in außerkampfliche Fertigkeiten stecken wie Kochen, Mineraloge oder Tiertrainer. Diese sind in dem Spiel auch sehr nützlich und bieten etwas Abwechslung, denn ansonsten bietet das Spiel nur übliche RPG-Kost wie Rumlaufen, Quatschen, Kaufen, Kämpfen und Leveln etc.

Die Grafik

Hier hat Square-Enix wirklich einiges getan. Bis auf die noch immer recht pixeligen Figuren, ist die Umgebung sehr schön anzusehen. Die Weltkarte hat sogar ein komplett neues 3D-Gewand bekommen, welches zwar heute kein Standard mehr für Grafiken ist, aber dennoch das Gesamtbild etwas aufbessert. Dazu kommen die wirklich sehr ansehnlichen Animesequenzen, die es im SNES Original auch nicht gab.

Der Sound

Nun zur Geräuschkulisse. Typische Soundsamples mit passenden Hintergrundklängen. Und auch hier verbirgt sich noch ein weiterer großer Pluspunkt des Spiels: Die Synchronisation! Hierfür wurden wirklich gute Sprecher gefunden, die nicht nur die Animesequenzen begleiten sondern auch die zahlreichen Story-Dialoge in der Ingamegrafik zum Leben erwecken.

Unser Fazit

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Vergrößern

Square-Enix beschert allen Japano-RPG Fans, die eine PSP besitzen, hiermit ein wirklich sehr gut gelungenes Remake des SNES Originals. Hübsche 2D-Grafik, gute Synchronisation, spaßiges Kampfsystem und ein netter Umfang verpackt in einer unterhaltenswerten Geschichte machen dieses Spiel aus. Alle Fans der Reihe und Nostalgiker sollten unbedingt zugreifen!

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Grafik
             87 von 100 Punkten

Sound
             85 von 100 Punkten

Steuerung
             83 von 100 Punkten

Gameplay
             87 von 100 Punkten

Gesamtwertung
             84 von 100 Punkten
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