Bereits im Jahre 2004 machte sich Sherlock Holmes, der Meister aller Detetive, der Schnüffler aller Schnüffler sozusagen, auf den Weg das Geheimnis rund um den silbernen Ohrring zu lüften. Im Jahre 2006 nun, macht sich dtp daran, das Adventure aus der Feder von Anaconda neu aufzulegen und released “Sherlock Holmes: Der silberne Ohrring” als Special Edition mit einer ganzen Reihe an Extra-Features. Unser Kurztest bringt euch auf die richtige Spur…

Kurztest: Sherlock Holmes: Der silberne Ohrring

Im Jahre 1897 sind Sherlock Holmes und sein treuer Begleiter Dr. Watson zu einem Empfang des Industriellen Sir Melvyn Bromsby anläßlich der Rückkehr seiner Tocher aus dem Internat eingeladen. Holmes geht es insgeheim vor allem darum die berühmte Sängerin “Gallia” zu hören, die angeblich auch da sein soll, doch seine Vorfreude wird zerstört, als Sir Bromsby während einer Rede mit einem roten Fleck auf der Brust zusammensackt und noch an Ort und Stelle stirbt. Natürlich kann Sherlock Holmes nun nicht warten bis die Polizei eintrifft, sondern macht sich sofort an die Lösung des Falles.

Gesteuert wird das Spiel ausschließlich mit der Maus, wobei wir abwechselnd in die Haut von Sherlock Holmes und von Dr. Watson schlüpfen. Schnell entpuppt sich das Spiel als eine Mischung aus klassischem Adventure und detektivischer Arbeit – Gespräche mit den Anwesenden führen zu neuen Erkenntnissen und die altbewährte Lupe wird bei der Suche nach neuen Indizien bald zum wichtigsten Werkzeug. Vor allem diese Suche nach den kleinsten Hinweisen, also das akribische Durchsuchen von Räumen wird zum Hauptbestandteil des Spiels und verlangt vom Spieler ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Kombinationsgabe. Einige Schalterrästel lockern hierbei das Spielgeschehen auf, diese sind aber nicht zu komplex und somit allesamt durchaus lösbar. Das Spiel als Ganzes ist da schon durchaus anspruchsvoller.
Alle Gespräche werden fein saüberlich im Notizbuch festgehalten und so kann der Spieler auch im Nachhinein noch den einen oder anderen Rückschluss ziehen. Das Notizbuch ist ohnehin ein nützlicher Begleiter: Neben Notizen, Skizzen und Fundorten aller Gegenstände findet sich darin auch eine Karte von London, da man auch dort verzeichnete Orte wie die Polizeizentrale die Wohnung von Holmes besuchen kann.

Auch wenn das Spiel schon eine Weile auf dem Markt ist kann die technische Umsetzung nach wie vor überzeugen. Grafik und Sound sind vom allerfeinsten und insbesondere die Sprachausgabe ist herausragend. Die Atmosphäre die das Spiel aufbaut ist ebenso sehr bemerkenswert.

Zu den Extras zählen exklusive Wallpaper, Artworks aus der Produktion und einzigartige Fotos aus London. Was aber besonders hervorzuheben bleibt, ist das ausgezeichnete Lösungsbuch auf DVD, welches an besonders kniffligen Stellen im Spiel vielleicht zu Rate gezogen werden sollte.