Du bist tot! Huch. Erschrocken? Kein Grund zu Panik, aber man muss die Wahrheit ja mal aussprechen, denn genau damit beginnt das Horror-Adventure “S.C.A.R.E.” aus dem Hause rondomedia. Genauer gesagt bist du von einem LKW erfasst worden und stehst nun mitten im Reich der Toten zusammengehalten von einem Leichentuch, welches du auf keinen Fall verlieren solltest. Ein übelgelaunter Dämon empfängt dich und bringt dir neben Manieren auch bei, dass du ab sofort ihm zu gehorchen hast. Denn er hat einen Auftrag für dich…

Wo sind die Toten alle hin?

Während noch immer Menschen auf der Erde ihr Leben lassen finden seit neuestem immer weniger Menschen ins Reich der Toten. Irgendeine mysteriöse Firma soll angeblich etwas damit zu tun haben und natürlich wird es zur Aufgabe des Spielers herauszufinden was da genau los ist. Wieder zurück auf der Erde wird in einem ganz ansehnlich gemachten Tutorial erstmal die Steuerung des Spiels erklärt, die dann auch sehr schnell in “Mark und Bein” (man achte auf den sprühenden Sprachwitz) übergeht. In diesem Zusammenhang werden auch die übernatürlichen Fähigkeiten erwähnt, die man im Lauf des Spiels erlernen kann. Zu Beginn beherrscht man nur die Telekinese, aber mit fortlaufender Spieldauer kommen weitere Fähigkeiten wie Exorzismen und ähnliche Dinge hinzu, die man dann wieder auf Personen und Objekte anwenden kann.

Die Telekinese braucht man dann auch sehr bald, um sich Zugang zu der ominösen Firma zu verschaffen, die schon von außen einen äußerst tristen Eindruck macht. Mit dem Mauszeiger kann man über ein beliebiges Objekt gehen und bekommt dann zunächst eine Kurzbeschreibung und bei einem Klick eine ausführliche Analyse des Gegenstands. In der Firma selbst deutet alles auf ein plötzliches Unglück hin. Wirre Kritzeleien in einem Tagebuch und Graffitis an der Wand verfluchen…Marienkäfer. Die Verwirrung ist groß, es hilft nichts: Du wirst herausfinden müssen was es damit auf sich hat.

Das Spiel selbst präsentiert sich und seine Story leider nicht in 3D Ansicht sondern mehr in Form von Standbildern, die nach nützlichen Gegenständen durchsucht werden müssen. Neben diesen Suchaktionen sind es verschiedene Schalterrätsel, die es zu lösen gilt. Im großen und ganzen wars das dann aber auch, wir haben damit eigentlich das Spielgeschehen, der kommenden Stunden beschrieben. Man durchsucht die Räumlichkeiten, kombiniert die Gegenstände mit Objekten, löst mal logische, mal nicht ganz so klare Rätsel und bekommt nach und nach mehr Fähigkeiten, die man dann gekonnt einsetzen muss.

Grafik und Sound

Grafisch sind die Standbilder eigentlich ganz ordentlich gemacht, wenn auch alles sehr Trist in Grau- und Brauntönen gehalten ist. Letztlich passt das aber schon ganz gut zum Spiel und zu dem gruseligen Background. Leider gibt es im Spiel praktisch keinerlei Animation, nichts was dem Spiel irgendwie Leben einhauchen könnte.

Das schaffen leider auch die Synchronsprecher nicht. Während unser toter Held noch sehr professionell daherkommt, muss man schon beim Dämon Punktabzüge verzeichnen. Der klingt nämlich so harmlos, dass man ihn zum Kaffeekochen abkommandieren möchte, aber das geht auch mit Telekinese nicht. Soundtechnisch kann man ansonsten nur noch die Hintergrundmusik lobend erwähnen, die sich ganz passend durch das Spiel hangelt, ohne jedoch Glanzpunkte setzen zu können.