Seit Jack Sparrow in Fluch der Karibik über die Leinwand flimmerte, sind Piraten wieder eine beliebte Thematik. Kein Wunder, dass auch entsprechende Spiele folgen. Eines davon ist Pirates of Black Cove.

Auf die Planken!

Nach einer Meuterei zu Beginn des Spiels, macht der Spieler sich auf, um die namensgebenden Piraten der schwarzen Höhle zu finden, die einen sagenhaften Schatz ihr Eigen nennen sollen. Doch ist der Weg dorthin steinig. Um Informationen zu erhalten, benötigt der Spieler ein gewisses Ansehen, welches er sich durch das Aufnehmen verschiedener Missionen verdienen kann. Einige dieser Aufgaben werden zu Wasser mit dem Schiff erledigt, für andere muss der Spieler an Land gehen. Beiden Missionsarten gemein ist leider der recht niedrige Schwierigkeitsgrad. Bei Landgefechten reicht es oft aus, einfach nur stur auf seine Widersacher zu klicken. Schiffsgefechte gestalten sich zwar etwas spannender, doch viele Fehler im Detail vermiesen auch hier mitunter den Spielspaß. So hat die Windrichtung beispielsweise keinerlei Einfluss auf das Fahrverhalten des eigenen Schiffs.

Grafisch bewegt das Spiel sich auf Durchschnittsniveau. Es leistet sich zwar keine gröberen Schnitzer, setzt aber auch keinerlei Highlights um aus der Masse hervorzustechen. Der Sound schneidet schon besser ab. Das komplette Spiel wurde vertont, langweilige Textfenster müssen also nicht betrachtet werden. Auch die Musikuntermalung fängt die Thematik mit karibischen Klängen wunderbar ein. An und für sich wäre Pirates of Black Cove ein netter Zeitvertreib, doch die immer gleichen Aufgaben führen schnell zu Langeweile. Der viel zu niedrige Schwierigkeitsgrad nimmt dem Spiel leider auch noch das letzte Bisschen Spannung.

Was zunächst nach einem spannenden Piratenabenteuer aussieht, entpuppt sich schnell als Sonntagsspaziergang mit langweiligen Missionszielen. Auch die Rollenspielelemente erweisen sich durch den geringen Anspruch als Unnütz, da die gewonnenen Fähigkeiten zu keinem Zeitpunkt nötig wären. Doch nicht nur beim Schwierigkeitsgrad hapert es. Das Spiel leistet sich darüber hinaus immer wieder kleine Fehler, die in der Summe den Spielspaß vermiesen. Pirates of Black Cove fühlt sich in vielerlei Hinsicht unfertig an, und ist deshalb nur beinharten Piraten-Fans zu empfehlen, die derzeit keine Alternativen finden können.