Orks sind bekannt aus unzähligen Spielen, Filmen und Büchern und normalerweise garstig, fies und schlecht gelaunt! An diesem weit verbreiteten Vorurteil über die grünen Gesellen bedient sich auch das neue Spiel „Orcs must die!“ vom Entwickler Robot. Neu ist in diesem Fall relativ, da das eigentliche Spiel schon seit einiger Zeit auf der Xbox spielbar ist und jetzt den Weg auf den PC gefunden hat. Wegen der zeitlichen Verzögerung werden PC-Spieler mit der Game of the Year-Edition getröstet. Diese beinhaltet neue Level, Fallen und Gegner, für die auf der Xbox noch mit harter Währung geblecht werden muss.

Orktastisch

In diesem Spiel dreht sich alles, wie der Name schon andeutet, um Orks. Da gibt es große Orks, kleine Orks, braune Orks, grüne Orks, dicke Orks, dünne Orks, fliegende Orks, brennende Orks, explosive Orks, schnelle Orks und viele weitere Arten, die es allesamt ins Jenseits zu befördern gilt. Das geschieht in Tower Defense-Manier mit Fallen und Hindernissen.

Statt aber das Spektakel aus der Luft zu beobachten, sind wir als Kriegs-Magier mitten im Gefecht und können so direkt ins Geschehen eingreifen. Zum einen Kämpfen wir aus der Third-Person Perspektive gegen die Unholde, zum anderen platzieren wir, in den kurzen Pausen zwischen den Gegner-Wellen, tödliche Helferlein um mit den ganzen Horden von Gegnern fertig zu werden. Diese Helferlein gibt es in verschiedenen Ausführungen wie beispielsweise eine Pfeil-Falle, die wir an den Wänden platzieren und die, in bester Indiana Jones-Manier, Projektile auf vorbeilaufende Gegner abfeuert. Oder die ungemütliche Stachel-Falle, die, nachdem sie auf dem Boden platziert wurde, unvorsichtige Orks von unten aufspießt. Zusätzlich können wir uns auch Bogenschützen und Paladine an die Seite stellen um uns den Helden-Alltag ein wenig zu erleichtern.

Durch die Third-Person Perspektive läuft das Spielgeschehen sehr dynamisch ab und das Leveldesign lädt immer wieder zum probieren und testen ein. Es entstehen oft Situationen, wo wir als Spieler ins Gefecht eingreifen müssen um der Ork-Plage beizukommen. Das, zusammen mit den unzähligen Varianten ein Level anzugehen, macht einen Großteil des Reizes aus.

Hübsche Orks… bitte WAS?!

Technisch hat das Spiel den Sprung auf den PC gut überstanden, die höhere Auflösung und das Anti-Aliasing machen sich positiv bemerkbar und hübschen die ohnehin ordentliche Grafik noch einmal auf. Auch beim Sound gibt sich das Spiel keine Blöße und weiß mit stimmungsvollen Klängen zu überzeugen. Die Steuerung war auf der Xbox schon ausgereift, auf dem PC haben wir nun die Wahl, ob wir beim Joypad bleiben oder doch lieber klassisch mit Maus und Tastatur Orks meucheln wollen. Die kostenlosen Zusatzinhalte sind das i-Pünktchen obendrauf.

Wer sich bisher auch nur ansatzweise für Tower-Defense begeistern konnte, wird mit diesem Spiel seine helle Freude haben. Aber auch Einsteigern sei das Game wärmstens ans Herz gelegt, der Schwierigkeitsgrad steigt nur langsam an und bietet so einen guten Einstieg in die Materie.

Unser Tipp: Spielen!