Als vor ein paar Jahren „Orcs must Die!“ erschien, hat es schnell viele Anhänger gefunden. Die Mischung aus Tower Defense und Action-Einlagen kam gut an und fügte dem etwas angestaubten Genre neue Facetten hinzu. Nicht nur das strategisch richtige Platzieren der Fallen war wichtig, sondern auch die eigene Leistung war von entscheidender Bedeutung. Natürlich bekommt jedes Spiel, was halbwegs erfolgreich war, früher oder später einen Nachfolger. “Orcs must Die! 2″ ist nun erschienen und wir fragen uns, ob es die zu recht hohen Erwartungen erfüllen kann? Hatte der erste den Vorteil, Elemente einzuführen die noch unverbraucht und frisch waren, liegt die Messlatte für den Nachfolger weit höher. Bekannte Spielelemente nur aufzuwärmen, reicht hier nicht mehr. Kann es die Erwartungen erfüllen? Wir schauen mal drauf…

Mehr Viecher, mehr Waffen, mehr alles!

Als erstes fällt auf, der Comic-Stil des ersten Teils mit seinen seltsamen Proportionen hat es auch eins zu eins in den zweiten Teil geschafft. Auch die Steuerung und der Soundtrack sind vom Vorgänger bekannt und wurden fast unverändert übernommen.

Neue Elemente finden wir erst auf den zweiten Blick: Neue Gegner, wie die neuen Elementarmonster die sich in zwei kleine aufteilen sobald sie zerstört werden. Da waren wir schon überrascht, als wir dachten der Gegner sei schon im Nirvana und plötzlich tauchen zwei kleine Versionen von ihm auf. Noch tödlichere Fallen, die auch mit den ganzen neuen Zaubersprüchen kombiniert werden können. Wir können jetzt zum Beispiel einfach durch einen Windzauber Gegner in die Fallen schleudern. Items, die nun aktiv oder passiv eingesetzt werden können und je nachdem verschiedene Fähigkeiten besitzen. Wie der Gürtel, den wir am Anfang erhielten und der uns passiv langsam heilt oder aktiv eingesetzt einmal viel Energie wiederherstellt. Mehr Waffen, damit das Orc-Schnetzeln nicht so einseitig wird. Das Spiel fängt nicht wie im Vorgänger direkt mit einem Bogen und einem Schwert an, sondern bietet euch eine Donnerbüchse, während alle anderen Waffen noch erst freigespielt werden müssen.  Aber das neueste und wichtigste Feature von allen ist der neue Co-op Modus! Ihr könnt nun mit einem Kumpel zusammen die Orcs in Schach halten und neue Taktiken und Strategien entwickeln. Gerade dieser Aspekt bringt so viel Spaß und neue Möglichkeiten in das Game, so dass sich eine Anschaffung für Fans des ersten Teils mehr als lohnt.

Fazit

Technisch läuft alles sauber und wir konnten während des Testes keine Bugs oder Glitches finden. Das Spiel läuft auch auf älteren Rechnern und unterstützt auch Joypads. Es gibt mittlerweile auch schon ein erstes Add-on, mit dem Namen „Feuer und Wasser“, welches euch gegen mächtige Elementarmonster ins Feld schickt. Jeder der sich nur ein wenig für Tower Defense begeistern kann, sollte sich dringend dieses Game anschauen. Es führt alle Ansätze des Vorgängers konsequent aus und bietet endlich den lange überfälligen Multiplayer. Jeder Cent ist hier gut investiert!