Kaum eine Serie eignet sich wohl besser für eine Umsetzung in das Beat ‘em up-Genre als Naruto bzw. der Nachfolger Naruto Shippuden. Keine große Überraschung also, dass uns im neuesten Ableger der Naruto: Ultimate Ninja-Reihe reihenweise Jutsus, Shuriken und Ninja Kampfkünste stilvoll um die Ohren fliegen.

Die Geschichte des Spiels orientiert sich an den Geschehnissen des Animes, allerdings wird diese im Vergleich zu den Vorgängern (Ultimate Ninja Storm 1 und 2) deutlich weniger umfangreich erzählt. So muss man im aktuellen Teil auf die bekannten Rollenspielelemente verzichten, durch die zuvor die Welt im Open-World Stil erkundet werden konnte, auch auf Quick-Time Events wurde komplett verzichtet.

Stattdessen sorgen Texttafeln dafür, dass die Geschichte vergleichsweise schnell und gestrafft vorangeht. Der Storymodus bietet dem Spieler dabei die Möglichkeit, die Geschichte aus der Sicht unterschiedlicher Charaktere zu spielen wie beispielsweise dem jungen Naruto, seinem älteren Alter Ego aus Shippuden oder seinem Rivalen Sasuke. Sind diese erfolgreich beendet, werden weitere Handlungsstränge freigeschaltet von bekannten Charakteren wie Gaara, Itachi oder Jiraiya. Besonders schön sind in diesem Bezug die Einleitungssequenzen, die als Animeszenen (wahlweise in englisch oder japanisch) einen guten Einstieg in die jeweilige Geschichte bieten, ebenso gibt es eine stimmungsvolle Abschlusssequenz. Leider sind einige Sequenzen geschnitten, was gerade bei bestimmten Szenen sehr ärgerlich ist (als Beispiel sei hier der Tod von Haku und Zabuza genannt, der Animefreunden sicherlich bekannt sein dürfte und im Spiel drastisch entschärft wurde).

 Kampf der Generationen

Das Gameplay selbst ist relativ simpel. Um eine mächtige Attacke zu starten, laden die Kämpfer vorher ihr Chakra auf, was mittels einfachem Tastendruck geschieht und durch einen Balken angezeigt wird. Ist dieser voll genug, können spezielle Jutsus der einzelnen Charaktere genutzt werden, die bei einem Treffer verheerenden Schaden machen und zudem in eindrucksvollen Zwischensequenzen gezeigt werden. Neben diesen Spezialattacken ist hauptsächlich der Combo-Button (auf der Playstation ist es die Kreis-Taste) unser bester Freund, zudem ist auch der Einsatz von Shuriken als Distanzangriff möglich. Begegnet man sich im Nahkampf, kann außerdem das Jutsu des Tausches aktiviert werden, das ebenfalls durch eine Leiste gekennzeichnet wird und nach mehrmaligem Einsatz erst wieder aufgeladen werden muss. Nutzt man dieses, wird man automatisch hinter den Gegner teleportiert und hat somit einen taktischen Vorteil. Da allerdings auch der Gegner über diese Fähigkeit verfügt, beginnt ab diesem Punkt meist ein abwechselndes Teleportieren, das dem Kampf letztlich viel Dynamik nimmt und mit dem Versagen eben dieser Fähigkeit doch recht unspektakulär endet.

 Comic-Optik

Grafisch macht Generations dagegen alles richtig, der gelungene Cel-Shading Stil macht sich gut und unterstreicht den Anime-Charakter des Spiels. Besonders gelungen sind hierbei die Jutsus und Spezialattacken der Charaktere, die aufwendig animiert und synchronisiert sind und sich bei allen Charakteren unterscheiden. Wer sich zudem mit der Original-Vorlage auseinandergesetzt hat, wird vieles wiedererkennen und kann sich über überzeugende Charaktere freuen. Davon gibt es immerhin über 70, die sowohl aus “Naruto” als auch aus “Naruto Shippuden” stammen und somit eine stolze Auswahl bieten, die gerade im Multiplayer für viel Abwechslung sorgt. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die Musikuntermalung, die der Serie entsprechend angepasst wurde und stimmungsvolle Atmosphäre schafft.