Fun-Sport Spiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Sie sind schnell, Adrenalin geladen und glänzen durch fixen Einstieg. Nun liegt die Hochphase solcher Games schon ein paar Jahre und eine Konsolen-Generation hinter uns. Erschienen am Anfang der HD-Ära noch Titel wie Nail’d oder Tony Hawks, ist es um das Genre mittlerweile recht still geworden. Misserfolge wie die Motorstorm-Reihe haben die Publisher zum Grübeln gebracht. Nur SSX hält mit seinem neuesten Ableger die Genre-Fahne hoch. Nun hat bei den Publishern ein allgemeines Umdenken stattgefunden, so dass solche Titel nun bevorzugt als Downloads zum Budgetpreis angeboten werden. Schon Tony Hawk hat so ein Comeback gefeiert und nun auch die Quad-Racer in Form von Mad Riders. Wir werfen mal einen Blick drauf…

Comic

Mad Riders ist das neueste Spiel der Nail’d-Macher Techland und orientiert sich spielerisch auch stark daran. Es handelt sich wieder um einen Fun-Racer auf Quads mit diversen Actioneinlagen, Stunts und Sprüngen. Genre-typisch gilt es auf den insgesamt 45 Strecken so viele Tricks wie möglich zu schaffen und dabei die Konkurrenz auf die Plätze zu verweisen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger verzichtet Mad Riders auf ein Belohnungssystem für erfolgreiches Abdrängen der Gegner, aber führt neue Luft-Stunts für mehr Abwechslung während der Sprünge ein. Die Steuerung ist insgesamt recht gut gelungen, nur wenn der Quad an Hindernissen hängen bleibt, stellt sie sich recht bockig an.

Sowohl die Fahrzeuge und ihre Fahrer als auch die Strecken wirken wie aus einem Guss, was an der Cel-Shading Optik der „Chrome Engine 4“ liegt, die das Spiel wie einen fahrbaren Comic wirken lässt. Getrübt wird die recht ordentliche Technik aber durch einige leichte Ruckler. Negativ bemerkbar macht sich auch ein Gummibandeffekt, wodurch das Fahrerfeld immer künstlich vom Computer zusammengehalten wird. Einen Vorsprung herauszufahren ist damit praktisch unmöglich. Besser hingegen präsentiert sich der Soundtrack, flotte Beats und rockige Gitarren sorgen für die richtige Stimmung und treiben während der Rennen an.

Nur Online

In Sachen Mehrspieler spalten sich die Gemüter. Zwar gibt es eine Online-Funktion für bis zu 12 Spieler gleichzeitig mit Leaderboards zum besseren Vergleich der Zeiten, aber keinen Splitscreen-Modus. Immerhin hat es ein LAN-Modus den Weg ins Spiel gefunden.

Alles in allem ist Mad Riders eine willkommende Abwechslung zu den vielen simulationslastigen Rennspielen und ist für eine Runde zwischendurch immer wieder gut. Der Preis von 15 Euro im PSN-Store geht auch in Ordnung.

  • Grafik
  • Sound
  • Stunts
  • Ruckler
  • Gummibandeffekt
  • kein Splitscreen