Unsere plüschigen Freunde aus der Eiszeit sind wieder da! Natürlich darf zum vierten Teil von Ice Age auch das passende Videospiel nicht fehlen. Die Arktischen Spiele zu „Voll Verschoben“ sind auf allen aktuellen Konsolen erhältlich und waren bei uns in der Playstation 3 Version im Test. Mittlerweile bringen die Publisher auch wirklich zu jedem Animationsfilm ein Spiel auf dem Markt, oft mit nur mäßigem Erfolg. Wo ein Film es in Kinokassen klingeln lässt, muss eben auch noch schnell ein mehr oder weniger passendes Videospiel hinterher geschoben werden. Auch Activision hätte sich bei diesem Spiel ruhig etwas mehr ins Zeug legen können. Während der Film als echtes Piratenabenteuer spannend und mit viel Witz gestaltet ist, sucht man diese Eigenschaften beim den Arktischen Spielen vergebens.

In einer Art Olympische Winterspiele tritt unsere beliebte Herde gegen die bösen Piraten an. Auf welcher Seite man steht, entscheidet der Spieler übrigens selbst. Egal für welches Team man sich entscheidet, am Ende zählt allein der Sieg in den einzelnen Disziplinen. Alle Charaktere aus dem Film finden sich auch im Spiel wieder und dies sogar mit den gleichen Synchronstimmen. In verschiedenen sportlichen Matches in eisiger Umgebung kann man sich mit dem Gegner messen. Nur wer mehr Punkte sammelt oder schneller im Ziel ist, kann das Spiel für sich und sein Team entscheiden.

Während man bei den Vorgängern der Ice Age Reihe Jump’n’Run mit Minispielen vorfand, findet man beim vierten Teil nur Minispiele mit wenig Elementen dieses Genres. Auch von der Grafik werden Fans eher enttäuscht sein. Während im Film die Lieblingscharaktere zauberhaft animiert sind, gibt es beim Spiel grobe Bewegungen und pixelige Grafik. Da ist das Mammut dann doch nur dick und gar nicht plüschig. Da können auch die bekannten Originalstimmen von Faultier Sid und seinen Freunden nichts mehr retten. Das Spiel an sich lässt sich im Story-, Freien- oder Turniermodus bestreiten. Je nach Single- oder Multiplayer und Lust und Laune des Spielers. In den Optionen kann man dann noch die Lautstärke von Musik und Stimmen regulieren. Außerdem kann man zwischen den Spielsticks und Bewegungssensor des Controllers wählen. Die Steuerung gestaltet sich eher schwierig und trübt oft den ohnehin geringen Spielspaß.

Insgesamt gibt es nur 10 verschiedene Wettkämpfe (Gletscherhüpfen, Nussschleudern, Panzerspiele, Bobfahren Skispringen und einige mehr) und das Bonusspiel wiederholt sich sogar während des Spieles. Im Storymodus kämpft man gegen den virtuellen Gegner und muss eine bestimmte Zeit oder Punktzahl schlagen, da macht der Mehrspieler Modus dann doch etwas mehr Spaß. Die Story ist ohnehin langweilig und knüpft nicht an das Geschehen im Film an. Lediglich der Rivalität zwischen Piraten und Herde wird aufgegriffen. Laufen, Hupfen, Schlagen und Werfen – mehr benötigt man nicht um ein Spiel zu meistern. Dabei sammelt man die bekannten Eicheln. Vor jedem Spiel gibt es eine genaue Anleitung zu den Funktionen des Controllers. Der Storymodus reiht im übrigens auch nur die Minispiele aus dem Freien- und Turniermodus aneinander und hat lediglich ein paar Zwischensequenzen zum Gähnen.

Die Umsetzung in Sachen Grafik wird bei diesem Ice Age Teil nicht mal die Kleinsten vom Hocker hauen und auch die sonst so witzigen und flotten Sprüche sind hier einfach nur lahm. Die Sequenzen sind so schlecht aufgelöst, dass man darauf auch komplett verzichten kann und gleich mit der X Taste überspringt. Die schlechte Steuerung und die einzelnen größtenteils langweiligen Minispiele machen es natürlich auch nicht besser. Getoppt werden diese Tatsachen dann nur noch von dem aktuell hohen Preis. Wer sich die Action aus dem Film wünscht, wird hier bitter enttäuscht!

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