EA schnürt den Spielern von Battlefield 3 ein ganz besonderes Paket: Battlefield 3 Premium verspricht die volle Portion Schlachtfeldaction. Mit dabei: Alle fünf DLCs und jede Menge Zusatzinhalte für die treue Spielergemeinschaft. Ob der hohe Anschaffungspreis in der Höhe eines Vollpreisspiels gerechtfertigt ist, erfahrt ihr hier im Test.

Premium vs. Elite

Vordergründig ist Battlefield 3 Premium vor allem der Gegenschlag gegen den Dienst “Call of Duty Elite”, den Activision Blizzard für die hauseigene Cashcow “Call of Duty” geschaffen hat. Anstatt allerdings monatlich Geld zu berappen, wird bei EA eine Einmalzahlung fällig, die mit 50 Euro sehr hoch ausfällt. Dafür verspricht EA den Zugriff auf alle bereits verfügbaren und angekündigten DLCs. Dabei handelt es sich um Back to Karkand, Close Quarters, Armored Kill, Aftermath und Endgame,  die jeweils einzeln für 15 Euro über die Ladentheke gehen. Will man also alle DLCs haben, ist man rechnerisch bereits über dem Paketpreis, hat allerdings noch keinen Zugriff auf drei der fünf DLCs. Auch muss man anmerken, dass Back to Karkand bereits in der Limited Edition von Battlefield 3 enthalten war und sich viele Spieler von Battlefield 3 diesen DLC bereits gekauft haben. Somit bezahlt der Spieler einen DLC doppelt.

DLCs im Überblick

Back to Karkand, so der Name des ersten DLC, ist ein Best-of der Karten aus dem beliebten Battelfield 2. Neben dem namensgebenden “Strike at Karkand” befinden sich die Maps “Gulf of Oman”, “Sharqi Peninsula” und der Evergreen “Wake Island” im Paket. Neben den Karten finden sich auch aus Battlefield 2 bekannte Waffen und Fahrzeuge im Arsenal. Komplett auf komprimierten Häuserkampf hat sich hingegen der DLC Close Quarters konzentriert und bietet deswegen neben vier neuen Karten keine neuen Fahrzeuge, aber immerhin 10 freischaltbare Waffen. Die Karten bieten Kämpfe auf engsten Raum und können , ganz im Sinne der Frostbite-2-Engine, dank zerstörbarem Mobiliar in kleine Einzelteile zerlegt werden. Die in der nahen Zukunft erscheinenden DLCs sind ebenfalls in Battlefield 3 Premium enthalten und werden für Premium-Käufer zwei Wochen früher verfügbar sein.

Premium-Spieler haben mehr – aber keinen Vorteil

Aber auch neben den DLCs bietet Battlefield 3 Premium viele Kleinigkeiten für den Fan an. Das fängt bei eigenen “Aufträgen” an, die zum Freischalten Premium-spezifischer Dogtags dienen, sowie einer kleinen Zusatzanzeige, die Premium-Spieler in der Killcam als solche identifiziert. Zusätzlich bekommen Premium-Spieler in der Warteschlange von Servern eine höhere Priorität zugewiesen als Nicht-Premium-Spieler. Das ist wohl die einschneidenste Erneuerung von Battelfield 3 Premium, der Rest rangiert zwischen “Nice-to-Have” wie die Rücksetzfunktion der Spielstatistiken und “Vollkommen nutzlos” wie die eben beschriebene Premium-Anzeige. Die Käufer von Battlefield 3 haben also keinen (direkten) spielerischen Vorteil auf dem Schlachtfeld, es handelt sich folglich nicht um Pay-to-Win.