Eine Stadt, in der es immer regnet.
Eine Besserungs-Anstalt irgendwo im All.
Eine kriminelle Organisation und zwielichtige Experimente.

Gemini Rue – Eine Sci-Fi-Detectiv-Story

Das sind die Kernelemente des Spiels „Gemini Rue“ aus dem Hause Wadjeteye Games. In einem Point-and-Click-Adventure, das grafisch und spielerisch an Klassiker wie „Indianer Jones“ oder „Baphomets Fluch“ erinnert, ist man abwechselnd als Azriel Odin auf der Suche nach seinem verschollenen Bruder und findet sich kurz darauf als Delta Six ohne Erinnerungen in einer kargen Zelle wieder. Während Azriel, ein ehemaliger Auftragskiller, sich mit Schmugglern und Agenten eines Gangsterkartells rumschlagen muss, um den Aufenthaltsort seines Bruders zu erfahren, ist Delta Six bemüht, die Bruchstücke seines Gedächtnisses wieder zusammen zu setzen und seinem Gefängnis zu entfliehen. Mit beiden Figuren habt ihr Rätsel zu knacken, Gegenstände zu sammeln und andere Figuren nach Informationen zu befragen.

Das Spiel trumpft mit klassischer Grafik und einer dichten Story auf, die Rätsel sind einsteigerfreundlich und mit ein wenig Hirnschmalz leicht zu lösen. So muss man als Delta Six mal eine Pistole aus einem gesicherten Raum rausschmuggeln, während man als Azriel irgendwie ins Haus des Gangster-Bosses kommen muss. Untermalt wird die Szenarie durch düstere Kulissen und atmosphärischen Sound. Vor allem der hochklassigen Sprachausgabe ist die hohe Soundwertung zu verdanken – genial!

Auch wenn das Genre der Point-and-Click-Adventure nicht neu erfunden wird, werden Fans der Klassiker auch dieses Spiel lieben. Einziger Harken: mit knapp zwölf Spielstunden ist das Spiel eher kurzweilig. Aber wenn ihr wissen wollt, was mit Azriels Bruder geschehen ist, wer Delta Six die Erinnerungen gestohlen hat und wie beide Schicksale miteinander verbunden sind, solltet ihr mal in „Gemini Rue“ hineinschnuppern.