Zu Zeiten des Atari VCS 2600 waren Einfallsreichtum und Fantasie gefragt, wenn es um das Erfinden von neuen Spielprinzipen ging. Da wurden Asteroiden im Weltall zu Klump geschossen, auf Krokodile gehüpft um einen Tümpel zu überwinden und 1981 erstmals mit einem Frosch die Straße überquert. Als die Videospielindustrie noch in den Kinderschuhen steckte, war eine kleine Amphibie ganz groß: „Frogger“. Manche Spiele und Helden kommen nie aus der Mode, auch wenn es sich dabei nur ganz banal um einen Frosch handelt, der die Straßenseite wechseln will. Das hat sich auch Konami gedacht und pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum bei den Entwickler der „Zombie Studios“ ein neues Frogger in Auftrag gegeben. Nun ist das Spiel seit einiger Zeit im PSN-Store erhältlich und wir haben mal ein Auge darauf geworfen und verraten euch, was wir davon halten.

*Ribbit*

Das Spielprinzip von Frogger ist genauso simpel wie süchtig machend. Der Spieler steuert eine Kröte und kann immer genau ein Feld nach dem anderen weiterhüpfen. Das Ziel im klassischen Frogger war nun so schnell wie möglich von einer Seite des Bildschirms zur anderen zu gelangen. Das stellt sich aber als schwierig heraus, da es sich bei den Levels um vielbefahrene Autobahnen und tückische Flüsse handelt. Als ob das nicht genug wäre, muss der grünhäutige Sympathieträger sich auch noch vor Fressfeinden wie Schlangen und Krokodilen in acht nehmen.

Wie die meisten Remakes von klassischen Arcade-Games hat auch Frogger ein Facelifting und neue Spielmodi spendiert bekommen. Insgesamt gibt es acht verschiedene Modi, die sich in der Spieleranzahl und im Ziel voneinander unterscheiden. Unter anderem gibt es nun eine „Battle Royal“ wo sich bis zu vier Spieler gegenseitig an die Froschgurgel gehen oder einen Challenge Modus, wo unterschiedliche Ziele in einer bestimmten Zeit erreicht werden müssen um diverse Musikstücke, Videos und Level freizuschalten. Unter anderem auch ein Castlevania und ein Contra Level mit dem jeweils passenden Originalsoundtrack.

Flotter Hüpfer

Soundtrack ist auch das richtige Stichwort, denn der ist wirklich gut gelungen. Es ist eine Mischung aus elektronischen und rockigen Stücken, die durchweg überzeugen können und sofort ins Ohr gehen. Grafisch hat sich auch einiges getan, der Spieler hat die Wahl zwischen verschiedenen Darstellungsweisen, dabei ist von der alten 8-Bit Optik bis zu modernen HD-Texturen alles vertreten.

Das Game ist mit bis zu vier Leuten an einer Konsole spielbar, einen Online-Multiplayer gibt es aber nicht. Dafür aber mehrere Leaderboards zum Vergleichen der erzielten Punkte. Die Steuerung ist gut gelungen und der Spieler hat die Wahl zwischen der klassischen Frogger Hüpfsteuerung oder einer leicht angepassten modernen Variante. Insgesamt ist Frogger nicht nur den „alten“ Fans des Spiels zu empfehlen, denn es bietet mit seiner leichten Zugänglichkeit und der liebevollen Gestaltung auch jüngeren Spielern eine echte Alternative für Zwischendurch.

 

  • viele Modi
  • gute Musik
  • zeitloses Spielprinzip
  • kein Online-Modus