Joe Davis und seine Frau Ivy landen an einem stürmischen Abend in einem kleinen Dorf. Ivy scheint plötzlich psychisch verstört zu sein und redet wirre Dinge, meint Blut und Skelette zu sehen. Joe will seiner Frau helfen und geht mit ihr in ein Hotel, um nach einem Arzt zu fragen. Zwar befindet sich unter den Gästen des Hotels wirklich ein Arzt, allerdings ist dieser erst morgens verfügbar. Eine Nacht wird schon gehen! Bevor sich das Ehepaar aber ein Zimmer nimmt, erfahren sie, dass vor einigen Jahren in diesem Dorf schreckliche Morde geschehen sind. Aber die Rezeptionistin will die beiden Fremden mit der Geschichte natürlich nicht beängstigen! Joe und Ivy nehmen sich also ein Zimmer und legen sich schlafen. Doch als Joe aufwacht, ist seine Frau plötzlich verschwunden! Die Suche nach seiner Frau beginnt. Dabei stößt Joe auf schreckliche Dinge, die in diesem Hotel vor sich gehen…

Seit einigen Tage steht das Psycho-Adventure „Downfall“ bei dem Publisher Head Games zum kostenpflichtigen Download zur Verfügung zum Preis von 8,99 €. Lohnt es sich aber, für dieses Spiel das Geld auszugeben? Nachdem wir „Downfall“ ausführlich testen durfen, sagen wir: Nein!

 Retro muss nicht immer gut sein!

„Downfall“ rühmt sich damit, im Retro-Look daher zu kommen. Das mag ja für Retro-Fans ganz nett sein, aber für den „Normalspieler“ ist das ganze doch etwas zuviel Retro. Die Grafik ist unterirdisch. Erinnert ihr Euch noch an den ersten Sam und Max Teil? Da war die Grafik besser… Früher, zu den ersten Leisure Suit Larry Teilen zum Beispiel, mag eine Grafik dieser Art noch total in Ordnung gegangen sein, heute kann man damit aber wirklich kaum jemanden mehr begeistern. Völlig verpixelte, sich ungelenk bewegende Figuren, verwaschene Hintergrunddetails lassen da wirklich keine schöne Atmosphäre aufkommen. Es wirkt alles so, als hätte man sich zum ersten Mal ans Spiele programmieren gewagt und dabei zu den billigsten Mitteln gegriffen. Mag für ein Testprojekt ja noch in Ordnung gehen, aber dafür fast zehn Euro zu verlangen, ist doch wirklich sehr hoch gegriffen!

Und auch der Sound lässt nur ein Kopfschütteln zu: Wenn sich der Charakter bewegt, klingt es so, als hätte da jemand am Rechner gesessen, ein paar Mal auf die Tischplatte geklopft, das ganze aufgenommen und ins Spiel eingefügt. Und das ganze dann auch noch kein bisschen synchron. Und auch alle anderen Hintergrundgeräusche sind einfach nur schlecht gemacht, so dass man sich eigentlich gar nicht in die Story hineinversetzen kann, sondern sich die meiste Zeit über die schlechte Grafik und den unpassenden Sound ärgert.

Gegen die Steuerung kann man hingegen nichts Böses sagen, handelt es sich doch um ein typisches Point and Click Adventure, bei dem man lediglich mit der Maus über Gegenstände fährt um sie aufzunehmen oder zu benutzen. Doch das kann natürlich nicht über die fehlende Atmosphäre hinweg täuschen! Dabei hätte die Story wirklich Potenzial. Da hat man sich nämlich schon Gedanken gemacht und setzt dabei auf Psycho-Elemente. Wäre das alles in neuwertiger Technologie umgesetzt worden, hätten man sicherlich ein schönes, gruseliges Adventure vor sich. Aber Sound und Grafik mindern eben den Spielspass extrem, weshalb dem Spieler schnell die Lust vergeht, überhaupt weiter zu spielen.