Wenn das Logo „Wimmelbild-Adventure“ auf dem Cover prangt, mag das für einige abschreckend wirken. Hat man doch das Gefühl, man darf dann stundenlang vor dem Rechner sitzen und Stillleben nach kleinen Gegenständen absuchen. Das ist aber heutzutage nur noch selten der Fall, meistens gibt es diverse kleine andere Minispiele und all das ist mit einer mal schönen, mal weniger schönen Story hinterlegt. Ob das bei „Deathman – Spuren des Todes“ aus dem Hause Rondomedia auch der Fall ist, verraten wir euch heute.

Wenn Schönheit zum Verhängnis wird

Gerne werden bei Wimmelbild-Adventures historische oder bekannte fiktive Geschichten als Hintergrundstorys verwendet. So auch bei „Deathman – Spuren des Todes“, das auf einem russischen Märchen beruht, das zwar bei uns nicht allzu bekannt ist, trotzdem ja aber gut ankommen könnte.

Der Spieler schlüpft in die Rolle des jüngsten Zarensohnes, dessen Mutter gerade erst verschwunden ist. Seine Mutter wurde aufgrund ihrer unheimlichen Schönheit von dem Zauberer Koschtschei entführt! Dieser ist nicht nur unsterblich, er hat auch noch den schrecklichen Plan, die hübsche Zarin gegen ihren Willen zu seiner Frau zu machen! Dies können ihre Söhne natürlich nicht zu lassen und so macht sich einer nach dem anderen auf den Weg, die Mutter zu befreien. Zwei der Söhne sind schon unterwegs, sind mittlerweile allerdings auch spurlos verschwunden. Nun muss also auch der jüngste Sohn ran, in der Hoffnung, seine Mutter und natürlich auch seine Brüder lebend und gesund wieder zu sehen! Die Aufgabe wird nicht einfach, aber die Liebe zur Familie muss eine Rettung doch machbar machen, oder?

Geduld ist eine Tugend

Dieses Spiel objektiv zu betrachten, fällt ehrlich gesagt recht schwer. Natürlich gibt es viele positive Aspekte, besonders im ersten Kapitel des Spiels. Hier erwartet den Spieler eine wirklich schön gestaltete Grafik, zwar nicht gruselig oder unheimlich, wie man vom Titel her eventuell erwarten möchte, allerdings doch liebevoll gestaltet und für ein Spiel dieses Genres besonders schön. Auch die Steuerung geht völlig in Ordnung, wie man es von Spielen aus dem Hause eben kennt. Auch die Geschichte ist schön zu verfolgen, bis dahin gibt es also nichts zu meckern. Doch ab dem zweiten Kapitel wird die Bewertung dann wirklich, wirklich schwierig. Denn hier scheint bei der Entwicklung bzw. Programmierung etwas schrecklich schief gelaufen zu sein. Das Spiel stürzt immer wieder ab, das Tagebuch lässt sich selten öffnen, erst nach Neustarts und manchmal können Objekte, die man zwingend braucht, einfach nicht aufgenommen werden. Da kann man dann jedes mal nur wieder hoffen, dass es nach dem nächsten Spielneustart dann doch endlich funktioniert. Und wenn nicht? Tja, dann heißt es entweder, Geduld bewahren, hartnäckig bleiben und immer wieder versuchen oder aber das Ganze vergessen und sich lieber einem anderen Spiel widmen, ehe man gefrustet den Rechner komplett herunter fährt.

Und seien wir mal ehrlich: Wenn solch eklatante Fehler in einem Spiel stecken, es weder auf XP noch auf Windows 7 ordentlich läuft (obwohl dies laut Cover die Systemvoraussetzung wäre), dann kann man trotz schönem ersten Kapitel leider keine gute Wertung geben. Schade, denn eigentlich sind wir doch aus dem Hause Rondomedia recht gute Wimmelbild-Adventures gewohnt und die Story macht sicherlich Spaß, wenn man denn dazu kommt, sie zu Ende spielen zu dürfen.

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