Flugspiele gab es früher wie Sand am Meer. Egal ob Erster oder Zweiter Weltkrieg, dieses Genre gibt es seit Ewigkeiten. Was ist also neu an “Air Conflicts: Secret Wars”? Die Pilotin…ja richtig gehört P I L O T I N. Ein Flugspiel mit einer Frau am Steuer, dass gab es wohl noch nie. Nur ist das leider das einzig Außergewöhnliche an “Air Conflicts: Secret Wars”, der Rest ist von der Stange.

KI vs. Spielspass

Wir spielen die nicht gerade gesetzestreue Schmugglerin Dorothy Derbec, die von Ihren Freunden und Feinden liebevoll DeeDee genannt wird. Die Geschichte rund um DeeDee ist sehr dünn und kann auch nicht durch die gezeichneten Zwischensequenzen begeistern. Im Endeffekt bildet die Rahmenhandlung, wie der Name schon sagt, den Rahmen um einen Grund zu haben, zahlreiche Feinde vom Himmel zu ballern. Abwechslung bieten die Levels leider kaum. Die 49 Missionen ähneln sich sehr stark. Entweder müssen wir etwas an Punkt X abholen und zu Punkt Y transportieren und einfach nur alle Gegner im Level abschießen. Auch eher schlecht als recht ist das Charaktersystem, was ja im Prinzip eine tolle Idee ist. Wer fleißig Missionen absolviert erhält Punkte, um diese in Fertigkeiten zu investieren. Das Dumme ist nur, man spürt kaum Veränderungen am Charakter. Zudem sind die Verbesserungen nicht spielentscheidend, sprich ihr könnt das Charaktersystem auch links liegen lassen.

Aber wie sieht es eigentlich mit den Luftkämpfen aus, können diese überzeugen? Hier kann man nur jein sagen. Wäre die KI nicht so kopflos, würden die Schlachten sogar ziemlich Spaß machen. Herausfordernde Dogfights gibt es nur selten, da die KI unerklärliche Fehler macht und einfach nicht da hinfeuert, wo sie hinfeuern soll oder durch dumme Manöver sich schön vor die Waffen manövriert. Schade, genau hier hätte “Air Conflicts: Secret Wars” punkten können. Wer die Story gleich von Anfang links liegen lässt, kann im Mehrspielermodus gegen menschliche Gegner antreten. Und auf einmal, ohne doofe KI, funktioniert die Spielmechanik und die Dogfights gewinnen dauerhaft an Spannung.

Eine Steuerung die flutscht

Im Bereich Steuerung haben die Entwickler alles richtig gemacht. Mit dem PS3-Controller lassen sich die verschiedenen Typen wunderbar steuern. Wer es arcadig mag, kann im Arcade-Modus fröhlich drauf los fliegen. Anspruchsvoller fliegt es sich im Simulationsmodus. Noch ein paar Worte zur Grafik und zum Sound. Die sieht auf den Bildern gut aus, wirkt aber im Spiel zu verwaschen. Die Städte sehen auch irgendwie alle gleich aus, bis auf die stadttypischen Wahrzeichen. Dafür sind aber die Flugzeugmodelle mehr als ordentlich ausgefallen und überzeugt genau so wie die überaus gute deutsche Synchronisation.