Das Ziel des LEGO Mindstorms besteht darin, einen autonomen Roboter zu erhalten, welcher sich frei in einem Raum bewegen und orientieren kann. Dazu werden 2 Bestandteile benötigt: Hardware und Software. Die Hardware ist ein kleiner Roboter mit vielen Möglichkeiten. Sein “Herz” stellt die NXT-Brick dar, welche mit einem Prozessor und einem Flash-Speicher versehen ist. Des weiteren verfügt er über einen Servoarm, Geräuschsensor, Ultraschallsensor, Hell-/Dunkelsensor und einen Berührungssensor, welche allesamt programmiert werden können. Um Programme für die NXT-Brick zu erstellen, werden viele Möglichkeiten angeboten. So gibt es ikonische Umgebungen, welche eher für Kinder gedacht sind, aber auch Programmierumgebungen für Java oder C. Die Umgebung für C nennt sich “BricxCC” (Bricx Command Center) und ist eine graphische IDE mit einem integrierten Compiler für die Sprache NXC. Dadurch werden alle nötigen Routinen und Befehle zur Verfügung gestellt. Eine beiliegende CD dient zur Installation eines Treibers, der die Brick über eine USB-Schnittstelle anspricht. Klingt alles zu komplex?

Aber nicht doch…

Mit dem Videotutorial “LEGO MINDSTORMS NXT – Eigene Roboter bauen und programmieren” von Mindstorms Robot Expert Matthias Paul Scholz bekommt auch der Neuling eine wertvolle Hilfe an die Hand. Das Video-Training ist lauffähig unter Windows 8, 7, Vista und XP sowie unter Mac OS X (Intel) und Linux und vermittelt in über 9 Stunden Spielzeit, wie man sich selbst einen Roboter baut und wie man dabei am besten vorgeht. Und tatsähclich geht das Wissen dabei relativ schnell in das eigene Menschenhirn über, denn die Videos sind klar gegliedert und verständlich aufgebaut, so daß eigentlich keine Fragen offenbleiben. Falls doch kann man sich der Suchfunktion widmen, die einen in der Regel auch zu bedienen weiß.

Alle Videos liegen in HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel) vor und können am heimischen PC sowohl im Vollbildmodus, wie auch als Fensteransicht betrieben werden. Schade nur, dass die DVD nach wie vor NICHT am heimischen DVD-Player betrieben werden kann. Das würde das Paket sicher noch deutlich aufwerten, da man so am Computer arbeiten und am Fernseher die Lektionen parallel verfolgen könnte. So ist man technisch limitiert und wer nicht 2 Monitore an seinen PC anschließen kann, wird zum Multitasking gezwungen.

Verwendung von BricxCC

Bei Beginn müssen die Daten der Brick angegeben werden, da es verschiedene Anschlussmöglichkeiten gibt. Es dürfte jedoch keine Änderung notwendig sein, denn die Standard-Firmware arbeitet mit BricxCC zusammen. Nachdem sich die IDE geöffnet hat, gibt es die Möglichkeit, eine neue Datei anzulegen, in welcher der Quellcode für die Brick geschrieben wird. Als Dateinamenserweiterung erhalten die Dateien die Endung *.nxc. Wurde ein kleines Programm geschrieben und gespeichtert, wird dies nun durch den Compiler übersetzt.
Solle man einmal nicht weiter kommen, gibt es genügend Informationsquellen im Internet.

Hat man schon Erfahrungen im Gebiet des Programmierens, kennt man alle Schaltflächen und Funktionen der Software aus ähnlichen Programmierprogrammen. Für die Programmiersprache selbst sollten leichte Vorkenntnisse vorhanden sein – zumindest wenn man eigene Kreativität beweisen möchte. Ansonsten können zahlreiche Codes aus dem Internet benutzt werden. Durch ein eingebautes Display und Benutzertasten am Roboter selbst können Programme gelöscht und ausgeführt werden. Nach einer kurzen Einführung kann man das Entwicklerprogramm sehr gut händeln.

Über den Autor

Matthias Paul Scholz ist Mindstorms Robot Expert und langjähriges Mitglied des offiziellen Mindstorms Community Partner Programs (MCP). Er hat bereits mehrere Bücher zu LEGO® Mindstorms NXT geschrieben und berichtet auf seinem eigenen Blog »Die NXTe Ebenen« regelmäßig über neue Mindstorms-Projekte oder stellt dort eigene Roboter und Modelle in Videofilmen vor.