Gothic-Metal-Fans kennen To/Die/For sicherlich noch. Für viele ist dieser Name allerdings nur noch eine verblassende Erinnerung. Aber die finnischen Gothic-Metal-Band gibt es immer noch! Und nun melden sie sich auch gleich mit ihrem neuen Album „Samsara“ zurück, das wir uns genau für euch angehört haben.

Was bisher geschah…

To/Die/For haben sich damals, im Jahr 1993 unter dem Namen „Mary Ann“ gegründet. Erst 5 Jahre später nahmen die dann den Namen To/Die/For an. Aber nicht nur der Namenswechsel war ein einschneidendes Ereignis in der Bandgeschichte. Auch bei der Besetzung der Gruppe gab es diverse Veränderungen. So ist von den ursprünglichen Mary Ann Gründungsmitgliedern keiner mehr dabei, lediglich Jarno Perätalo und Joonas Koto sind – mit kurzer Unterbrechung – seit 1999 bei To/Die/For dabei. Nach vielem Hin und Her, Neugründungen anderer Bands und noch mehr Hin und Her besteht To/Die/For heute aus Jarno Perätalo (Gesang), Joonas Koto (Gitarre), Antza Talala (Gitarre), Jarkko Sakari Strandman (Bass) und Santtu Lonka (Schlagzeug). In dieser Formation machen sich die fünf nun also daran, mit „Samsara“ die Herzen der Fans wieder neu zu entfachen.

Let’s go!

Mit „Kissing the Flames“ startet das Album. Und schon jetzt weiß man als Hörer, dass To/Die/For immer noch und egal mit welcher Formation für guten Gothic-Metal stehen! Gleich der erste Song rockt und lässt auf ein gut gelungenes Album hoffen. Doch leider ist eben der erste Song auch gleich der beste und so geht es zwar danach nicht steil bergab, aber eben doch bergab. Von richtigem Gothic-Metal kann man zwar in gewisser Weise noch sprechen, allerdings wird das Ganze eher melancholisch und ruhiger. Was den Hörer nun also erwartet, verrät der zweite Song des Albums „Damned Rapture“. Aber auch „Death comes in March“ und „Oblivion: Vision“ sind sehr ruhig und erfüllen keinesfalls die Erwartungen, die man an ein To/Die/For Album hat. Ganz schlimm kommt es aber mit dem Song „Folie A Deux“, der sogar mit einem kitschigen Chor aufwartet! So waren wir doch ein wenig enttäuscht über dieses neue Album. Zum Glück gibt es aber neben dem bereits genannten „Kissing the Flames“ auch noch gute Nummern wie „Hail of Bullets“. Im Großen und Ganzen ist uns „Samsara“ aber doch zu melancholisch geworden. Wer es mag, sollte natürlich unbedingt zugreifen, denn qualitativ sind auch diese ruhigen Nummern wirklich gut gelungen!

Tracklist:

  1. Kissing the Flames
  2. Damned Rapture
  3. Cry for Love
  4. Death comes in March
  5. Folie a Deux
  6. Hail of Bullets
  7. Loves a Sickness
  8. Raving Hearts
  9. Oblivion: Vision
  10. Someday Somewhere Somehow