The New Law“ ist ein Trip Hop-Projekt aus Seattle und setzt sich aus dem Duo Adam Straney und Justin Neff zusammen. Ihr Stil lässt sich wohl kaum nur unter Trip Hop kategorisieren, da auf „The Fifty Year Storm“ weitaus mehr Elemente zu finden sind. Ein Hauch von Ambient, eine Prise Hip Hop oder auch Down Tempo. Dies dürften die Einflüsse dieses Duos im Ansatz einordnen. Darüber hinaus wurden auf „The Fifty Year Storm“ wieder Gastmusiker eingeladen, um dem Album eine besondere Würze zu verleihen. So beginnt „I’ve Seen Some Mean Faces“ mit einem Gitarren- und Trompeten-Wirbel, der von Peter Jordan spendiert worden ist. Im Verlauf stößt man dann auf den Track „Into the Clouds“, der vom beherzten Schlagzeugeinsatz Steven Straney befeuert wird. So entstehen Klangkulissen, denen man sich nur schwer entziehen kann.

Der Blick durch das Kaleidoskop.

Zwar bietet „The Fifty Year Storm“ viel Raum für Interpretationen in Sachen Songwriting und Vielfalt, bleibt aber in sich geschlossen und folgt stets dem roten Faden einer Abwechslung aus elektronischen Wirkungsgraden auf den Hörer. Abweichungen vom aufsteigenden Grundkonzept gibt es demnach nicht oder viel zu selten. Da fallen dann nur die hektischen und fast schon steigenden Erlebnisse wie im Lied „Get Your Gun“ besonders auf, was eine gewisse angriffslustige Haltung ausstrahlt. Bedrohlich oder Angst einflößend klingt aber kein einziges Lied wirklich. Eher erhaben und zu jedem Zeitpunkt gewaltig.

Die Reise hat gerade erst begonnen.

Wo andere Trip Hop-Interpreten ständig auf der Stelle tanzen, haben sich „The New Law“ zu einem echten Geheimtipp entwickelt, dessen Status sie wohl bald mit einer größeren Bekanntheit eintauschen werden, falls die Steigerungen seit ihrem Debüt-Album „The New Law“ und ihrem Zweitlingswerk „High Noon“ weiter zunehmen wird. Das verdanken sie nicht zuletzt ihrem unverwechselbaren Klang. Hinzu kommen ein gelungenes Songwriting und der Einsatz von elektro-fremden Instrumenten. Diese Elemente bieten jedem Musikliebhaber eine Rückkehr zu den bereits gehörten Liedern. Ob nun bei einem Spaziergang durch den Wald oder beim Essen in einem Restaurant. Erst durch diesen individuellen Einsatz haben sich Adam Straney und Justin Neff eine Fanbasis abseits jeder Ideologie aufgebaut, die sich jetzt schon aus den verschiedensten Musikrichtungen zusammensetzt.

Tracklist:

01. I’ve Seen Some Mean Faces [*]
02. Dead Men Tell No Tales
03. Get Your Gun [*]
04. Voyage
05. Constellations
06. Bandits & Smugglers [*]
07. Opium Den [*]
08. Blood Red Sky [*]
09. Nest of Hornets
10. Into the Clouds [*]
11. Three Sheets to the Wind
12. Descent into Fire [*]
13. The Fifty Year Storm [*]

In diesem Sinne: Frohes Hören!

[*] = Anspieltipps