Er ist nach kurzer Schaffenspause zurück, der Lord der düsteren Elektronikgitarrenunterhaltung. Mit seinem mittlerweile dritten Remix-Album will er der getreuen Fangemeinde ein Geschenk epischen Ausmaßes machen. Als DJs und Musiker hat er aus diesem Grund wahrlich Leute verdingen können, die in der Szene Rang und Namen haben: Photek, The Bloody Beetroots, Ki:Theory oder auch Korns Fronter Jonathan Davis.

Rob Zombie – Mondo Sex Head

Rob Zombie war schon immer für Überraschungen gut, keine Frage. Manchmal kann eine Überraschung aber auch dazu führen, dass man schlicht unergreifend überfahren wird und man erschlagen ist von dem, was einem da so dargeboten wird. Und so erging es uns. Wer ein Album erwartet, welches mit rotzigen Southern Rock-Riffs oder gar gänzlich neuen Stücken des kreativen Altmeisters gespickt ist, wird auf ganzer Linie enttäuscht werden. Aber: Was ist das Gute am Schlechten? Trance-Fans oder allgemein AnhängerInnen elektonischer Musikkultur würden wahrscheinlich rundum glücklich sein – Rob Zombie goes Loveparade.

Schlecht sind die Tracks nicht, sie sind qualitativ gut abgemischt und auch die Auswahl der Songs weiß zu überzeugen. Wäre es eine Art Best-Of, es hätte sofort unseren Segen. Aber Kunst ist nunmal Kunst und dementsprechend stets dem Wandel bzw. der Interpretation seiner Betrachter ausgesetzt. Künstler wollen sich neu erfinden, wollen ihre Werke in einem neuen Glanz sehen, sind neugierig auf die Resonanzen ihrer Anhänger und Mäzen. Allerdings muss man dann auch mit Reaktionen rechnen, die eher in die Richtung “Puh, ne, das lass mal!” gehen. Und dies ist leider bei uns der Fall. Es ist wie gesagt alles sehr professionell arrangiert, allerdings finden wir keinen Zugang zu diesem Album. Wofür wir uns allerdings begeistern konnten, was das Cover, wofür einmal mehr Rob Zombies Gattin Modell stand. Dieses Cover wurde in den Staaten übrigens durch ein flauschiges Kätzchen mit roten Augen ersetzt. Ach ja, die Amis… Aber dies ist ein anderes Thema. Fakt ist, dass wir hoffen, dass das nächste Machwerk wieder das wird, was draufsteht – Rob Zombie!