Denkt man an die band Bon Jovi, fällt wahrscheinlich den meisten als erstes Sänger Jon Bon Jovi ein. Liegt natürlich auch Nahe. Aber nicht nur dieser hat der Band zu solch einem großen Ruhm verholfen, auch alle anderen Bandmitglieder weisen eine Menge Talent auf. Einer dieser ist Richie Sambora, Leadgitarrist bei Bon Jovi, aber auch ein hervorragender Sänger, was er schon auf zwei Solo-Alben bewiesen hat. Nun steht das dritte Soloalbum an und wir haben natürlich schonmal rein gehört!

Lange hat’s gedauert

Kann sich noch jemand an das letzte oder gar an das erste Soloalbum von Richie Sambora erinnern? Das ist etliche Jahre her! Um genau zu sein, war es 1991 als er „Stranger in this Town“ und 1998 als er „Undiscovered Soul“ veröffentlichte. Es hat also tatsächliche eine Weile gedauert bis nun Nummer Drei in den Plattenläden stehen darf. Aber soviel sei schonmal verraten: Das Warten hat sich gelohnt, Musikfans bekommen hier nämlich ein richtiges Rock-Meisterwerk geliefert!

Aber sehen das Bon Jovi Fans auch so? Lange müssen diese nun ja auch schon auf ein neues Bon Jovi Album warten, weshalb sie sich sicherlich freuen werden, zumindest einen Teil der Band mal wieder mit etwas Neuem zu hören. Aber was darf man erwarten? Gestartet hatten Bon Jovi damals zu Beginn der 80er Jahre ja als Glam-Metal-Band, die sich aber zu Beginn der 90er in eine Rockband für den Mainstream-Geschmack entwickelte. Und so lieben die Fans Bon Jovi auch: Songs wie „Livin’ on a Prayer“, „It’s my Life“ oder auch „Bed of Roses“ laden zum Mitsingen ein, klingen rockig und machen Laune. Und auch bei Richie Sambora’s neuem Solo-Album „Aftermath of the Lowdown“ hört man diesen Stil heraus. Trotzdem kommt er solo härter daher, das beweist schon der Opener „Burn that Candle down“. Aber wir glauben kaum, dass das Bon Jovi Fans stört. Denn dieser Song rockt einfach! Man kann sich fast schon vorstellen, wie diverse Fans zu Hause sitzen und heimlich Luft-Schlagzeug mitspielen!

„Taking a Chance on the Wind“ ist ebenfalls ein Song, der nicht für Bon Jovi, sondern für Richie Sambora steht. Hier kommt auch seine Stimme richtig gut zur Geltung. Ähnlich verhält es sich mit „Sugar Daddy“. Allesamt großartige Nummern dieses Albums!

Trotz allem sind aber auch Songs vertreten, die etwas softer daher kommen und die man sich gut in den Charts vorstellen könnte, so zum Beispiel die Ballade „You can only get so high“. Man sieht also, Richie Sambora hat hier seinen Fans eine gesunde Mischung seines Genres geliefert und wir glauben kaum, dass hier jemand enttäuscht sein kann. Im Gegenteil! Dieses Album ist jedem wärmstens empfohlen, der auf guten soliden Rock mit der richtigen Portion Gitarre und Schlagzeug steht. Ein Muss, nicht nur für Fans!

Tracklist:

  1. Burn that Candle down
  2. Every Road leads Home to you
  3. Taking a Chance on the Wind
  4. Nowadays
  5. Weathering the Storm
  6. Sugar Daddy
  7. Always walk beside you
  8. Seven years gone
  9. Learning how to fly with a broken Wing
  10. You can only get so high
  11. World