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Patrick Watson – Wooden Arms

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Patrick Watson – Wooden Arms

Die melancholische Musik einer neuen Langspielrille dröhnt aus der wuchtigen Teufel-Surroundanlage – Gitarrenspiel, Klaviertasten und andersartige Percussion schwingt durch die Luft und der erste Gedanke ist: “Wer ist das? James Blunt auf Dope?”. Nein, es ist Patrick Watsons neue CD “Wooden Arms”, die erst kürzlich erschienen ist. Der kanadische Singer-Songwriter erkundet mit 11 neuen Tracks Soundgebilde, die für Klangenthusiasten eine Erleuchtung, für Otto-Normal-Verbraucher mindestens “gewöhnungsbedürftig” sind. Und auch wir haben uns den Silberling mehrmals angehört…

Patrick Watson – Wooden Arms

“Wooden Arms”, das vierte Album (Waterproof9 (2001), Just Another Ordinary Day (2003), Close to Paradise (September 2006)), ist alles nur nicht alltäglich. Die melancholischen, experimentellen Songs vermeiden jeden Kontakt zum Mainstream und sind auch nach mehrmaligen Hören keineswegs “massentauglich”. Dafür sind sowohl die Gesangslinien, als auch die Arrangements des Albums schlicht nicht eingängig genug. Auf der anderen Seite gibt es jedoch bei jedem Durchgang neue, teilweise überraschende Klangerlebnisse zu hören. Eine Collage aus Klängen ergeben ein Gemälde, welches wohl nur die wenigsten gezeichnet hätten. Die Stimme Watsons, die in ihrer Fragilität immer wieder an James Blunt erinnert, wird von Gitarren, Streichern und einer Vielzahl moderner Percussions begleitet.

Wer einen einfachen Einstieg sucht sollte mit “Big bird in a small cage” beginnen, ein Song der sich mit warmen Klangfarben und vergleichsweise ordinären Arrangements noch am ehesten beim Hörer festzusetzen vermag. Der Rest ist eine musikalische Reise, nur stellenweise ohne Boden unter den Füßen. Manche Stücke wirken fast schon improvisiert, das Instrumental “Down at the beach” fühlt sich an wie ein unpassender Lückenfüller und in so manchem Song werden Spannungsbögen bewußt oder unbewußt abgebrochen. So klingt das Gesamtwerk irgendwie gekünstelt oder zumindest nicht “glaubhaft”.

Trackliste:

1. Fireweed
2. Tracy’s waters
3. Beijing
4. Wooden arms
5. Hommage
6. Traveling salesman
7. Big bird in a small cage
8. Down at the beach
9. Man like you
10. Where the wild things are
11. Machinery of the heavens

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Unser Fazit

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"Wooden Arms" ist sicherlich kein Album für Jedermann, aber man darf gespannt sein, ob das Album an die Erfolge vorangegangener Scheiben des Kanadiers ankmüpfen kann. Mal zu improvisiert, mal zu konstruiert fast erscheint das Album als Ganzes.

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