Die Band P.O.D. ist nicht nur Metal-Fans ein Begriff, auch Mainstream-Hörer können mit dem Namen etwas anfangen. Aber welcher Song fällt denen als erstes ein? Sicherlich „Youth of the Nation“, der allerdings für P.O.D. Verhältnisse doch sehr „weich“ und „sanft“ war. Was die Vier aber noch drauf haben und ob sie auch wieder härter können, zeigen sie auf ihrem neuesten Album „Murdered Love“.

Long long time ago…

Ganze zehn Jahre ist es jetzt her, dass die bekennenden Christen P.O.D. (steht für Payable on Death) mit „Satellite“ den großen, weltweiten Durchbruch schafften und zahlreiche Platinauszeichnungen für dieses Album bekamen. Drei weitere Alben folgten, diese konnten jedoch nie mehr an den Erfolg von damals anknüpfen, das letzte Album „When Angels and Serpents Dance“ aus dem Jahr 2008 schaffte es in Deutschland nichtmal mehr in die Top 100. Dies soll nun mit dem neuesten Album „Murdered Love“ endlich wieder anders werden! Und vorab sei gesagt: So weit sind sie auch gar nicht entfernt, die neue Scheibe ist echt gut!

Nachdem Gitarrist Marcos Curiel zwischenzeitlich aus der Band ausgestiegen war, ist er nun wieder zurück, so dass sich P.O.D. Auf „Murdered Love“ wieder in der Originalbesetzung Sonny Sandoval (Gesang), Marcos Curiel (Gitarre und Gesang), Noah Bernardo (Schlagzeug) und Mark Daniels (Bass) befindet. Und das merkt man! Es klingt fast so, als hätten sich die Vier in die damalige Zeit zurück versetzt, all ihre Energie von damals wieder zusammen gesammelt, um nun die Fans mit einer richtig guten Scheibe zu begeistern!

Den Start der Scheibe macht der Song „Eyez“, der gleich ordentlich rein haut. Hier preschen die Vier gleich mal ordentlich nach vorne, verzichten auf großartige Melodien und powern großartig in einer Mischung aus Pund und Nu-Metal los. Headbangen ist hier Pflichtprogramm! Am liebsten den Song gleich nochmal hören, eh es weiter geht mit dem Album! Denn da stellt man sich auch schon die Frage, ob der Rest überhaupt noch gut sein kann, wenn der erste Song schon so ein Hammer ist? Die Antwort: Der Rest kann! Denn es geht gleich mit dem Titelsong „Murdered Love“ weiter, der inhaltlich mal wieder zeigt, wie sehr sich P.O.D. Mit dem christlichen Glauben beschäftigen, aber trotzdem nicht weniger gut abgeht. Mit „Higher“ wird es dann ein wenig ruhiger, ein bisschen mehr Mainstream, aber deswegen nicht gleich schlechter. Würde ein Song dieser Art im Radio laufen – wir würden uns freuen!

Ein weiteres Highlight kommt kurz darauf mit „West Coast Rock Steady“, bei dem auch Sen Dog von Cypress Hill einen Gastauftritt hat. Der Song ist vielleicht nicht jedermanns Sache, verursacht bei uns aber gute Laune und kommt als ordentlicher Partysong herüber. Direkt darauf folgt eine rockige Ballade namens „Beautiful“ – auch diese würden wir uns gerne im Radio anhören!

Damit hat man die Highlights alle auf die ersten Titel des Albums gebracht, alles was folgt ist dann eher Durchschnitt. Obwohl auch „On Fire“ und „Panic and Run“ nennenswert sind und sicherlich mehr bemerkt worden wären, wenn nicht vorher schon so tolle Nummern auf dem Album zu finden gewesen wären. Einzig „Bad Boy“ ist eine Nummer, auf die man gerne hätte verzichten können. Klingt ein wenig wie „Youth of the Nation“ für Arme. Na gut, den Song kann man in Zukunft einfach immer überskippen und so hat man immerhin 10 von 11 Songs, die hörenswert sind!

Tracklist:

  1. Eyez
  2. Murdered Love
  3. Higher
  4. Lost in Forever
  5. West Coast Rock Steady
  6. Beautiful
  7. Babylon the Murderer
  8. On Fire
  9. Bad Boy
  10. Panic and Run
  11. I am

 

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