“LaVive” – das sind Sarah, Meike, Julia und Katrin, aber das brauchen wir ja eigentlich nicht mehr hinzufügen. Denn die “Mutter der Castingshows”, die erfolgreiche Sendung “Popstars”, die schon die “No Angels”, “Monrose”, “Queensberry” und andere Formate erschuf hat sich auch bei “LaVive” alle Mühe gegeben ein chartverdächtiges Team aus jungen Mädels zu schmieden. Mit “No Sleep” liegt nun das neue Album vor und wir verraten euch, ob es ein Dauerbrenner oder nur eine Sternschnuppe ist…

No Time For Sleeping

Wie passend, dass die kesse erste Single von »LaViVe« »No Time For Sleeping« heißt und das Debütalbum gar »No Sleep« ankündigt. Denn den selbstbewussten Mädels steht harte Arbeit bevor: neue Wege bestehen nur zum Teil aus rotem Teppich und das Pop-Business ist alles andere als eine Comfort Zone. In Deutschland schaffte es die Single wegen des ganzen Hypes um die Band auf Platz 13. Ansonsten aber fällt das Album eher gemischt aus.

Der Opener “How Deep Is Your Love” ist ein solider Partyhit mit Anleihen von “Alors On Danse”, zumindest erinnert das Schifferklavier im Hintergrund ein wenig daran. Beats und Instruments sind auf jeden Fall dauber gemixed, die Hookline ist gefällig, die gesangliche Leistung gut. Das könnte man dann auch schreiben für “Rock That City”, welches aber schon spürbar hinterherhinkt. Auch “Keep On” wirkt eher wie “Pop vom Fliessband” – ein Eindruck, der sich im weiteren Verlauf des Album immer mehr festigt.

Fassen wir unseren Eindruck in wenigen Sätzen zusammen: Die Stimmen sind top, die Mädels heiß, jung und hungrig. Jede für sich ein enormes Talent und für den Moment stehen die zurecht wo sie stehen. Man darf vermuten, dass die Tracks für das Album schon fertig waren, bevor die Mädels überhaupt feststanden. Allerdings läuft das Projekt zumindest in unseren Augen ein wenig Gefahr in der Masse unterzugehen. Angesichts des Aufwands der betrieben wurde, um überhaupt dahin zu kommen wo die Mädels jetzt stehen eine enorme Verschwendung. Aber beim ersten Album sollte man nicht zu streng sein. Die Damen können was – das wird deutlich. Mal sehen was nachkommt. Entscheidend wird dann wohl eher das zweite Album sein…

Tracklist

1. »How Deep Is Your Love« (love stoned version)
2. »No Time For Sleeping«
3. »Rock That City«
4. »Keep On«
5. »UFO«
6. »Burning Love«
7. »Hurtful«
8. »Play Dumb«
9. »Unisex«