Wir erinnern uns zurück an die Glanzzeiten von Bands wie Mötley Crüe oder Guns N’Roses. Was haben solche Bands doch gerockt! Natürlich tun einige das heute immer noch, keine Frage! Trotzdem gab es nunmal gerade in der Zeit von 1980-1990 etwa eine richtige Hochzeit dieser Musikrichtung namens Sleaze and Glam. Und viele lieben diese Musik natürlich immer noch. Und da kommt plötzlich eine Band namens Knock Out Kaine daher und lässt diese hammergeile Musik wieder aufleben! Das Schöne daran ist aber: es klingt nicht nach „alt“, sondern diese Band passt musikalisch perfekt in die heutige Zeit, lässt dabei aber auch das etwas ältere Rockerherz höher schlagen. Genug geschwärmt für’s erste, hören wir mal genauer rein!

Wer sind diese genialen Musiker?

Knock Out Kaine ist eine englische Band bestehend aus Danny Krash, Dean Foxx, Jimmy Bohemian und Lee Byrne. Obwohl sie schon seit ein paar Jahren gemeinsam rocken, kommen die Fans erst jetzt in den Genuss ihres Debüt-Albums „House of Sins“. Gut ein Jahr haben die Vier an dieser Scheibe gebastelt und hier trifft das Sprichwort „was lange währt, wird endlich gut“ mal vollkommen zu!

Begrüßt wird der Hörer mit dem kurzen Intro „The Welcome“, das zunächst erstmal alte Jahrmarktsklänge anschlägt, um dann sofort in den rockigen Song „House of Sins“ überzugehen. Und hier hat man bereits bei den ersten Tönen das Gefühl „Ja, das kann was werden!“. Und es wird! Geniale Melodie, geile Gitarrenriffs, einfach makellos gut! Da möchte man beinahe behaupten, dass die Scheibe schon allein für diesen einen Song ihr Geld wert ist, was natürlich ein wenig übertrieben wäre. Aber das schöne ist ja: Es geht genauso gut weiter!

Eine gute Nummer nach der anderen erwartet den Hörer. Viel Power, aber auch viel Gefühl. Und eine richtig gute Stimme des Sängers, die ein wenig an Axl Rose von Guns N’Roses erinnert, jedoch nicht auf Dauer so penetrant nervig klingt (nein nein, Axl Rose hat natürlich eine tolle Stimme! Aber eben in unseren Ohren nicht tagein, tagaus zu ertragen).

Bei all dem Rocken, all der Power, dürfen bei einer Band wie dieser aber auch ruhigere Töne nicht fehlen. So geht es bei „Backstreet Romeo“ verhältnismäßig etwas langsamer zu, aber mit so einem tollen Beat, dass diese Song von uns aus gerne bald im Radio rauf und runter gespielt werden dürfte! „Coming Home“ hätte dafür übrigens auch Potential. Mit noch etwas mehr Gefühl, etwas mehr in Richtung Ballade, zeigt hier die gesamte Band, was sie drauf hat.

Und schon sind wir wieder am Schwärmen!

Was anderes können wir bei dieser Scheibe aber auch einfach gar nicht. Man darf hoffen, dass Knock Out Kaine nicht mehr lange nur ein Geheimtipp bleiben, sondern dass ihr Potenzial von der breiten Masse erkannt wird. Denn die Jungs haben es wirklich verdient mit ihrer Musik Erfolg zu haben. „House of Sins“ gehört ab sofort in jede gut sortierte Musiksammlung und wir hören uns das Ding jetzt gleich nochmal an!

Tracklist:

  1. The Welcome
  2. House of Sins
  3. Liqour Up
  4. Little Crystal
  5. Set the Night on Fire
  6. Backstreet Romeo
  7. Skinstar
  8. Coming Home
  9. Going down (she goes)
  10. Time
  11. Somebody save me
  12. Moving on
  13. Coming Home (Radio Edit)