Hartes Drum, schwerer Gitarrensound und schwallender Bass. Dazu einen Mix aus Metal und einer ordentlichen Brise Hardcore und wir haben Awaking Demons. Bis dato hat dieses Konzept wirklich gut funktioniert. Mit “The Mirror” hatten sie bewiesen, wie sehr sie nach vorne gehen können und haben sich einen Namen erspielt. Ob die Italiener auch mit ihrem aktuellen Album punkten können, werden wir hier mal versuchen heraus zu bekommen.

Was man von vornherein sagen muss: die Produktion ist zwar etwas leise, aber trotzdem recht ordentlich. Gerade das Schlagzeug ist sehr präzise und auf den Punkt gespielt. Jedes Instrument kommt zu der Geltung, die es Bedarf und die Kulisse ist geschaffen. Gerade bei diesem Genre ist es schwer, gute Bands ausfindig zu machen, da die Masse einfach zu riesig ist. Awaken Demons gehören nicht mehr zu dem kleinen Kaliber, sind aber auch keine Riesenband. Somit sind sie genau in der Phase, die wichtig ist, um sich noch mehr von dem Rest abzusetzen.

BUMM BUMM BUMM

Innovationen sind so was für sich. Die einen können aus nichts viel machen und viele können aus viel nichts machen. So empfinde ich es bei Awaken Demons auch. Es gibt in jedem Lied ein, zwei Parts, die mich wirklich mitgrooven lassen, aber darum wir ein Song gebaut, der weder Sinn noch Spaß macht. Desweiteren finde ich, dass die Metalelemente wirklich zu sehr in die Deathcoreecke gehen und da gibt es leider nun mal mehr als genug gute Bands.

Irgendwie wirkt das ganze sehr konventionell und durch den sehr gleichen Gesang in jedem Song wird dies nur verstärkt. Leider ist mir nach circa 15 Minuten wirklich langweilig und ich lass es nur noch über mich ergehen bis ich zum letzten Song komme: “Under the Glass”. Hierbei handelt es sich um einen Remix mit guten Elektroelementen. Irgendwie zeigt der Song bei mir mehr Wirkung als das ganze Album, obwohl ich dazu sagen muss, dass ich elektronische Elemente bei Metalbands nicht wirklich mag. Hier ist es aber ganz nett umgesetzte und beweist, dass die Italiener offen für andere Sachen sind.