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Adoro – Für immer und dich

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Adoro – Für immer und dich

Was haben Popsongs und Oper gemeinsam? Auf den ersten Blick gar nichts. Aber die Gruppe Adoro hat gezeigt, dass das Eine das Andere nicht unbedingt ausschließt. Adoro ist eine Gruppe von fünf jungen Opernsängern: Peter Dasch, Laszlo Maleczky, Assaf Kacholi, Jandy Ganguly und Nico Müller. Ihre Musik verwendet Elemente der Oper mit modernen Popsongs. Beispiel: „Sie sieht mich einfach nicht“ von Xavier Naidoo verbunden mit großem Sinfonieorchester. Klingt interessant? Ist es auch.

Ich bete an

Adoro ist keine Gruppe die man aus dem Radio kennt. Kaum ein Sender spielt die Songs von Adoro. Was schade ist. Doch was macht man um eine Band auch der jungen Generation näher zu bringen? Richtig, man lässt sie bei The Dome (48.) auftreten. Fakt ist: Adoro covert hauptsächlich nur Schnulzersongs. Das ist nicht jedermanns Fall. Aber: Man merkt, dass da Profis singen. Eine klare Stimme und eine perfekte Diktion. Bei einigen Songs deutlich besser als die Urheber selbst. Man darf natürlich die Arbeit, die die Aufnahme einer solchen CD mit sich bringt, nicht unterschätzen. Fakt ist jedoch: Keiner der Tenöre wird bei den Songs richtig gefordert. Die Songs sind zu „einfach“ für Opernsänger. Kein Vergleich zu der Herausforderung eine Arie zu singen. Die geneigte Leserschaft soll dies keinesfalls falsch verstehen. Natürlich ist die Gesangsqualität perfekt. Aber die klasse Stimme der Gruppe kommt hier zu wenig zur Geltung. Mit 48 Minuten ist die CD relativ kurz ausgefallen. Die Tracks sind jedoch durchweg gut, wenn man romantisch angehauchte Songs gerne hört und etwas für die Oper übrig hat. Was uns gar nicht gefallen hat: Der Song „Freiheit“ von Westernhagen. Viel zu überladen und zu sehr verändert. Hier fehlt das gewisse etwas.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten

Echte Opernfans werden mit der CD nicht glücklich. Aber das ist auch nicht die Zielgruppe. Nicht wegen der Gesangsqualität der Tenöre. Es geht um die enthaltenen Songs. Die Ursprungsversionen waren schon teilweise leicht kitschig. Dieser Eindruck wird durch den gefühlsbetonten Gesang noch verstärkt. Sehr schön aber dennoch Mainstream. Offiziell war das Ziel von Adoro den Leuten die Oper näher zu bringen. Jetzt wäre der richtige Augenblick um eine CD mit „echten“ Opernstücken rauszurbringen. Es müssen am Anfang nicht gleich „abgehobene“ Stücke sein. Für den Anfang würden auch die jedem bekannten Stücke wie „Nessum Dorma“ oder „Caruso“ reichen. Dass man klassische Opernsongs auch der breiten Masse zugänglich machen kann, wurde schon von anderen Künstlern bewiesen. Man muss es nur richtig machen. Das Zeug hätte Adoro jedenfalls dazu. Wir würden es uns jedenfalls wünschen.

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Bereits das erste Album der Tenöre konnte sowohl jung als auch alt begeistern. Das ist auch diesmal der Fall. Ein schönes und besonderes Geschenk zu Weinachten.

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