Nach dem Mord an dem Nachtclubbesitzer Ede K. versuchen seine Stammgäste herauszukriegen, wer von ihnen ihren liebsten Saftschubser um die Ecke gebracht hat. Zur Verfügung steht nur der Ablaufplan des Abends. Dort stehen Informationen wie “Der Mörder und der Einbrecher spielen mit gezinkten Karten um 00:35.” Nur wenn man genau aufpasst, kann man auf seiner Gangstertabelle die richtigen Kreuze setzen.
Richtige Gauner lügen nicht, zumindest nicht oft
Es könnte nach rund 45 Minuten am Ende eines Durchgangs kaum chaotischer auf den Merkzetteln aussehen. Die Fragen bzw. Antworten, die dort vermerkt sind, könnten unterschiedlicher nicht sein. Genauso wie es eher selten vor kommt, dass überhaupt wer alle Rollen richtig zugeteilt hat, kann man davon ausgehen, dass jeder seinen Spaß hatte. Knobeln in guter Gesellschaft vertreibt den allzu üblichen Würfeltonus, der heutzutage von so vielen Spielen einfach hingenommen wird. So ist der Kauf von “Dreck am Stecken” mehr als gerechtfertigt.
Auch wenn es ein Gesellschaftsspiel ist, so handelt es sich doch um eine Art Unterkategorie des Spieletypes. Denn obwohl bei “Dreck am Stecken” viel geredet werden muss, versucht doch jeder Spieler so wenig wie möglich von sich preiszugeben, genauso will man auch die Fragen der anderen mitbekommen. Ganz so viel Gesellschaft kommt dabei nicht auf, der Spielspaß leidet darunter aber nicht.
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