Schummriges Nachtclub-Hinterzimmer, der Spielplatz von Ganoven, Verbrechern, Mördern und den Spielern von “Dreck am Stecken”. Silvio R., Nina S. oder Sven D. sind 3 der 6 Charaktere, in die die Spieler zu Beginn jeder Partie schlüpfen. Ziel ist es, seine eigene Rolle geheim zu halten und gleichzeitig die der anderen zu enthüllen. Die Rolle die jeder – genauso wie der Charakter – per Zufall zugelost bekommt, kann vom Mörder bis zum Heiratsschwindler alles sein. Nur durch Fragen und geschickte Antworten muss die eigene Rolle geschützt werden.
Ablaufplan eines Mordes

Nach dem Mord an dem Nachtclubbesitzer Ede K. versuchen seine Stammgäste herauszukriegen, wer von ihnen ihren liebsten Saftschubser um die Ecke gebracht hat. Zur Verfügung steht nur der Ablaufplan des Abends. Dort stehen Informationen wie “Der Mörder und der Einbrecher spielen mit gezinkten Karten um 00:35.” Nur wenn man genau aufpasst, kann man auf seiner Gangstertabelle die richtigen Kreuze setzen.

Richtige Gauner lügen nicht, zumindest nicht oft

Jeder Spieler bekommt 4 Karten mit denen er seine Antworten verknüpfen muss, 3-mal muss jeder Ganove die Wahrheit sagen, nur ein einziges Mal darf gelogen werden. Nachdem alle 4 Karten aufgebraucht wurden, darf man sich dem Kreuzverhör entziehen. So wird auch die Spieldauer auf 4 Fragen pro Spieler begrenzt.
Cluedo mal anders?

Es könnte nach rund 45 Minuten am Ende eines Durchgangs kaum chaotischer auf den Merkzetteln aussehen. Die Fragen bzw. Antworten, die dort vermerkt sind, könnten unterschiedlicher nicht sein. Genauso wie es eher selten vor kommt, dass überhaupt wer alle Rollen richtig zugeteilt hat, kann man davon ausgehen, dass jeder seinen Spaß hatte. Knobeln in guter Gesellschaft vertreibt den allzu üblichen Würfeltonus, der heutzutage von so vielen Spielen einfach hingenommen wird. So ist der Kauf von “Dreck am Stecken” mehr als gerechtfertigt.

Die Krux

Auch wenn es ein Gesellschaftsspiel ist, so handelt es sich doch um eine Art Unterkategorie des Spieletypes. Denn obwohl bei “Dreck am Stecken” viel geredet werden muss, versucht doch jeder Spieler so wenig wie möglich von sich preiszugeben, genauso will man auch die Fragen der anderen mitbekommen. Ganz so viel Gesellschaft kommt dabei nicht auf, der Spielspaß leidet darunter aber nicht.