Erstmal vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses Interview nimmst. Wärst Du so lieb, Dich und deine Band unseren Lesern kurz vorzustellen?

Hi! Sehr gern. Ich bin Peter Jay Jordan. Songwriter/Producer/Gitarrist. Seit 2005 bin ich 2. Gitarrist bei Running Wild. Giant X ist ein Projekt des Running Wild Sängers Rolf Kasparek und meiner Wenigkeit.

Seid ihr mit einem bestimmten Vorsatz oder Konzept an die Arbeiten zum neuen Album gegangen? Oder hat sich das Album fast “wie von selbst ergeben”?

Nö – wir hatten keinen Plan, ausser, dass wir aufnehmen wollten was uns Spass macht. Der erste Song, den wir zusammen für EMI gemacht haben, hieß „Burning Wheels“ und war auf einer Scheibe von mir erschienen, die für TV/Rundfunk/Werbung gedacht war. „Burning Wheels“ fand weite Verbreitung im Netz und jeder fragte sich „wer ist das?…und ist das nicht?…usw.“ Das liessen wir erstmal so köcheln. Unser damaliger Verlag unterstützte uns und sagte: “Macht noch 5 Songs, dann sehen wir weiter…” Das Material haben wir dann unserer Plattenfirma SPV vorgestellt und gemeinsam entschieden ein Album zu machen.

Welcher Song vom Album liegt euch besonders am Herzen?

Das sind ein paar:

„On A Blind Flight“: Der ist einfach so aus der Gitarre gefallen. Da war die Idee und ich musste nur noch auf Aufnahme drücken. Alles aus einem Guss.

„Nameless Heroes“: Die erste Ballade die Rolf singt. Er hat das klasse gemacht! Es gibt mehrere ungewöhnliche Tonartwechsel, und ich fragte mich ” wird die Gesangslinie passen”? Aber für Rolf war das ganz selbstverständlich. Er hat da einfach drüber weg gesungen und ich dachte „ja, das ist es!!“ Ich liebe diese Art Songs, die gut ins Ohr gehen, aber dennoch bei genauerem Hinhören eine gewisse Raffinesse haben.

„Rough Ride“: Auch da kamen diese Riffs so schön spontan. Die Gitarren waren als Demo gedacht um die Idee festzuhalten. Mehr so aus der Hüfte geschossen. Als ich es hinterher recorden wollte habe ich gedacht: „Ne, das ist cool wie es ist.“ So was mag ich.

“Badland Blues”: Staubtrocken und beinhart – der verdurstende Typ in der Wüste der sich eine eiskalte Pilsette ( = Bier 0,33) herbei wünscht.

Erzähl uns doch bitte etwas über die Produktion des Albums. Wann haben die Aufnahmen begonnen, wo habt ihr das Album aufgenommen und wie lange hat es gedauert?

Das Album ist zum grössten Teil in meinem Studio entstanden. Rolf hat seine Gitarren- und Bass- Spuren allerdings bei sich aufgenommen. Produziert, gemischt und gemastert habe ich, wobei ich viel Support und Feedback von Rolf und unserem Running Wild – Mischer Niki Nowy hatte. Die Produktion lief in Etappen ab. 2009 hatten wir ja “Burning Wheels” gemacht. In 2011 schrieben wir 5 weitere Songs und produzierten sie als gute Demos. Dann haben wir ja erstmal das Running Wild Album “Shadowmaker” gemacht, bei dem auch viele Aufnahmen in meinem Studio entstanden sind. Nach dem Release von “Shadowmaker” fiel die Entscheidung ein Giant X- Album zu machen. Innerhalb von 4-6 Wochen schrieben und produzierten wir die restlichen Titel und mischten die gesamte Produktion.

Welches Album bzw. welchen Künstler findest du im Moment hörenswert? Wen dürfen wir uns aus deiner Sicht nicht entgehen lassen?

Ich mag das neue Soundgarden-Album. Ich mag Alter Bridge für ihr Songwriting. Hinder und Shinedown sind gute Bands. Die neue ZZ Top klingt cool. Celebration Day von Led Zeppelin ist Kult.

Wenn man die Welt so viel bereist wie ihr und so viele Konzerte gibt, dann muss von Zeit zu Zeit einfach mal was schiefgehen. Was war bisher das lustigste bzw. peinlichste, was euch mal während eines Gigs passiert ist?

Die tollsten Sachen sind vor meiner Zeit passiert. Da gab es z.B. mal einen Drumriser in Form eines Totenkopfes. Ein Riesenteil. Der ist auf der Autobahn vom Truck gefallen. Stell ich mir interessant vor, wenn einem auf der A7 ein riesen Totenkopf entgegen kullert…

Wie seht ihr die Metal-Szene momentan? Seit euren Anfängen in den 90ern hat sich ja doch eine Menge getan. Wie ist eure persönliche Sicht der Metal-Landschaft?

Einerseits ist das eine tolle Szene. Treue Fans, der Musik verbunden. Hier wird die Musik immer noch wert geschätzt. Kritischer sehe ich eine rückwärts gewandte Haltung, die einige an den Tag legen. Da sollen die neuen Alben immer noch so klingen wie in de 80ern – ansonsten ist es Mist. Die alten Sachen sind super! Ich höre selber viel ältere Musik. Aber wir haben 2013. Ich liebe es nach vorn zu schauen und muss nicht den alten Zeiten nachtrauern.

Als das SPIELEMAGAZIN müssen wir euch das fragen: Wie steht’s mit Gaming? Spielt ihr an der Konsole oder am PC? Und wenn ja, welche Games zockt ihr?

Oha – auf dem falschen Fuss erwischt… ich sitze schon 10 Stunden pro Tag am Rechner. Für’s Gaming bleibt da keine Zeit. Rolf kommt ganz ohne PC aus.

Die Frage gehört bei uns schon fast zum Standard bei Rockbands, denn es kommt jedes Mal was Anderes heraus: Habt ihr schon jemals ein Hotelzimmer zerstört?

Ne – nicht dass ich wüsste. Aber was nicht ist…..;o)

Damit kommen wir auch schon zu der Frage nach den Konzerten, denn schließlich wollen wir Fans ja mit euch gemeinsam abrocken. Gibt es schon konkrete Planungen und Termine?

Wir sind bisher gut damit gefahren nichts zu planen. Wir lassen das entspannt auf uns zukommen und schauen mal, wie das album läuft, das ja am 18.1. 2013 rauskommt. Wir haben Ideen, spinnen rum und so – aber konkrete Pläne gibt es nicht.

Die letzten Worte gehören euch! Was möchtet ihr euren Fans und unseren Lesen noch sagen?

Kauft möglichst gleich in der ersten Woche das Album! Uns hat es viel Bock gebracht es zu produzieren – wir wünschen Euch genau so viel Spass beim Hören!

Folgt uns auf https://www.facebook.com/pages/Giant-X/457176387661550. Rock on!!