Hatsune Miku: Project DIVA F (PS3)


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Cover

Da fällt dem Autor glatt keine passende Einleitung ein: “Hatsune Miku: Project DIVA F” ist so japanisch, dass es beinahe wehtut. Das ist nicht einmal negativ gemeint – “Hatsune Miku: Project DIVA F” ist ein tolles Rhythmusspiel mit einem exzellentem und einzigartigem Style, mit für einen Downloadtitel überraschendem Umfang. Aber wenn man nichts mit der japanischen Comickultur anfangen kann – nun, in diesem Fall hat man es bei “Project DIVA F” schwer.

Fast wie mit Tanzmatte

Im Grunde ist “Project DIVA F” nichts anderes als ein lange andauerndes Minispiel: Im Takt der Musik müssen die richtigen Tasten gedrückt werden. Diese erscheinen auf dem Bildschirm – ganz im Stile klassischer Tanzspiele mit Tanzmatte. Was simpel klingt, gewinnt durch viel Variation im Spielablauf an Tiefe: Statt nur den vier Tasten X, Quadrat, Kreis und Dreieck gibt es immer wieder Events (Sternensymbole, “Chance Time”), die das Tastengedrücke im Rhythmus der Musik auflockern. Beim Stern muss der Analogstick hin- und hergeflitscht werden, bei der “Chance Time” sammelt der Spieler Bonuspunkte, um alternative Tanzbewegungen zu aktivieren. Moment, Tanzbewegungen?

Unterwegs mit DIVAs

Richtig, denn pures Tastendrücken wäre ja auch zu langweilig. Mittelpunkt des Spiels ist deswegen die namensgebende Hatsune Miku und ihre fünfköpfige Sängertruppe. Diese basieren nicht auf echten Gesangseinlagen, sondern werden auf Basis der Software “Vocaloid” komplett vom Computer generiert. Dem Spieler steht es frei, welcher dieser digitalen Sänger er für das Spiel auswählt – der Spielablauf (bzw. der Song) passt sich jedoch immer ein wenig an den Sänger an. Die Wahl ist also nicht so sinnlos wie es auf den ersten Blick scheint. Auch außerhalb der Lieder spielt sich viel um die Charaktere hat – der Spieler hat sogar die Möglichkeit, die Charaktere in Alltagssituationen zu beobachten. „Big Brother“ lässt grüßen. Die Songauswahl beschränkt sich auf etwas über 40 Lieder, die allesamt mit der Software „Vocaloid“ eigens für das Spiel eingesungen wurden. Chart-Hits sind nicht dabei, dafür der „Nyan Cat Song“ aus dem gleichnamigen Internet-Meme.

Nippon-Power!

Beim Starten des Spiel atmet man förmlich ein Stück japanisches Kulturgut ein. Alles, vom sperrigen Titel “Hatsune Miku: Project DIVA F” bis hin zum Charakterdesign schreit förmlich nach einer Karaokebar in der Tokyos Innenstadt. Wer also wenig mit dem japanischen Zeichen- bzw. Grafikstil anfangen kann, sollte einen Bogen um dieses Spiel machen. Da Kenner der Reihe, die Ihren Anfang 2009 auf der Playstation Portable nahm, dies bereits wissen (und wahrscheinlich lieben), ist dies eher eine Warnung an “Neueinsteiger”.

Ziemlich japanisch sind auch die weiteren Features des Spiels: Im namensgebenden “DIVA”-Modus kann sich intensiv um seine Sänger gekümmert werden, was beinahe Tamagochi-artige Züge annehmen kann; mit sogenannten Modulen können den Diven neue Kleider verpasst werden, was sich auch auf die Lieder auswirken kann; zudem gibt es (wie im Vorgänger) den EDIT-Modus, mit dem eigene kleine Werbevideos mit den Charakteren gefilmt werden können. Da kann man glatt das Hauptspiel vergessen!

Fazit

Unsere Wertung zu Hatsune Miku: Project DIVA F (PS3)
 Wertung 72 von 100 Punkten


"“Hatsune Miku: Project DIVA F” ist die volle Portion Nippon-Power. Wer sich darauf einlässt und auch das passende Rhythmusgefühl mitbringt, für den ist dieses Spiel eine echte Offenbarung."


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Grafik
65
Sound
85
Gameplay
75
Steuerung
82
Gesamtwertung
72

Produktinformationen

Informationen zu Hatsune Miku Project Diva F (USA English Import) Region Free PS3
Titel Hatsune Miku Project Diva F (USA English Import) Region Free PS3
Sprachen Englisch (Unbekannt)
Publisher "Sega of America, Inc."
System Playstation 3
Feature Project Diva English version
Produktgruppe Videospiel
EAN 0010086690750
*Alle Angaben ohne Gewähr.

Über den Autor

Michael
Michael ist ein 25-jähriger Wirtschaftsinformatiker aus dem schönen Rheinland. Das Computerspielen wurde ihm quasi in die Wiege gelegt, als Befehle wie "cd Spiele" und "dir" noch alltäglich waren. Auch für die klassischen 8- und 16-Bit-Konsolen konnte er sich immer begeistern. Seine Lieblingsgenres sind Ego-Shooter und Strategie, aber ein Blick über den Tellerrand ist immer drin.

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