Pünktlich zur neuen Hardwarerevision von Intel und Nvidia hat sich die Edel-PC-Marke Alienware an eine Neuauflage der handlichen und doch leistungsstarken X14-Reihe gewagt. Die Kombination aus frischem „Ivy Bridge“ Quadcore CPU von Intel und der von Nvidia „Kepler“ genannten GPU Generation soll die Käuferschaft zusammen mit gewohnt hochwertigen Zusatzkomponenten an die Marke binden. Gelingt der Balanceakt zwischen Leistung, Qualität und Transportfähigkeit?

Auf dem Papier

Rein von den Leistungsmerkmalen lässt Alienware beim neuen X14 die Muskel spielen: Neben einer Intel Core i7-3720QM Vierkern-CPU mit Hyperthreading wurde auch eine Nvidia Geforce GT 650M mit 2 GB Video-RAM verbaut. Außerdem sprechen die übrigen Komponenten eine ähnlich hochwertige Sprache. Eine eingebaute SSD mit 64 GB Speicherplatz soll zusätzlich zu einer normalen 500 GB HDD für den nötigen Geschwindigkeitsboost beim Starten sorgen. Vom hochwertigen 14 Zoll großen HD+-Display mit 1600×900 Pixeln bis hin zur Tastatur mit programmierbaren Leuchteffekten spricht Alienware eine deutliche Botschaft aus: Wer das X14 besitzt, muss und will auffallen.

In der Praxis

Schon beim Anfassen des Gehäuses merkt man erneut, dass Alienware nicht umsonst zu den Edelmarken im Gamingbereich gehört. Statt schnödem Plastik erwartet die Finger eine leicht gummierte Oberfläche, die sehr angenehm anzufassen ist und dem Gehäuse eine matten und fettfingerresistente Farbe beschert. Auch das erste Anschalten des Geräts ist ein kleines Erlebnis, wenn zum ersten Mal die Tastaturbeleuchtung anspringt und die Umgebung in ein sanftes Blau taucht – doch nicht nur Tastatur, auch Alienware-Logo, Touchpad-Umradung und zwei Flächen am vorderen Gehäuserand sind beleuchtet. Diese Flächen lassen sich mit Hilfe der mitgelieferten Software unabhängig voneinander programmieren und so unterschiedliche Farbeffekte erzeugen, vielleicht nur eingeschränkt sinnvoll, dafür garantiert ein Blickfänger. Mit 2,9 Kilogramm ist das Notebook zwar deutlich schwerer als Net- oder Ultrabooks, ist aber für einen spielefähigen PC immer noch recht leicht durch die Gegend zu schleppen. Lobenswertes Detail: Das Netzteil des Alienware-Notebooks ist nur etwas größer als eine Zigarettenschachtel und lässt sich vergleichsweise einfach verstauen. Der (nicht austauschbare) Akku des Geräts hält leider unter Office-Bedingungen nur magere 2,5 Stunden, da hätte man mehr erwartet.

Get to the Game!

Aber was wäre ein Notebook mit Gaminganspruch, wenn es denn nicht auch Spiele abspielen kann? In verschiedenen Benchmarks, angefangen vom Heaven DX11 Benchmark bis hin zu Crysis 2, durfte sich das X14 beweisen. Das Fazit war leicht ernüchternd, aber zu erwarten: Auf der für (Sub-) Notebooks hohen Auflösung von 1600×900 Pixeln gerät das X14 vor allem bei maximalen Auflösungen recht schnell ins Straucheln. Der Flaschenhals ist anscheinend die Geforce GT 650M, die die überragend flotte CPU leicht ausbremst. Begnügt man sich allerdings mit „hohen“ Details und will nicht das Maximum aus jedem Spiel herausholen, leistet die neue Kepler-Grafikkarte sehr gute Dienste und rennt förmlich durch die Benchmarks. Kleiner Makel: Das Testgerät hatte nach einigen Spielen Mühe und Not, die Hitze aus dem Gehäuse herauszublasen, wodurch der Schallpegel sehr schnell von “Leise, aber hörbar” auf “Düsenjet-Start” wechselte. Leider scheint es außerdem ein (Software?)-Problem mit der Lüftersteuerung zu geben, die selbst nach Beendigung der Volllast munter weiter Luft aus dem Gehäuse blies – stundenlang!

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