Tag 3 auf der größten Videospielmesse Europas und immer noch kein Ende in Sicht. Ob das auch für die Qualität der jeweiligen Games zutrifft, sei einmal dahingestellt. An der Quantität, dies sei an dieser Stelle einmal verraten, soll es allerdings nicht mangeln. Hier auf der Gamescom sollte wirklich jede Spielerin/jeder Spieler in irgendeiner Form auf seine Kosten kommen. Wir durften uns beispielsweise von der Qualität der bald erscheinenden Basketball-Games “NBA 2k13″ überzeugen. Ein unserer Meinung nach gelungener Titel der bewährten Reihe aus dem Hause 2k. Uns wurde die Xbox360-Version präsentiert. Neu ist, dass das Spielvia Kinect gespielt werden kann. So besteht innnerhalb des Games die Möglichkeit, seinen Spielern quasi als Trainer etwas zuzurufen. Neu ist auch die Steuerung mit dem Gamepad an sich. Nach wie vor lenkt man den jeweiligen Spieler mit dem linken Stick, allerdings dribbelt und wirft man das orangefarbene Leder nun mit dem rechten Stick. Was zunächst der Gewöhnung bedürftig, ist im Laufe des Spiels sinnvoll und effektiv. Weiterhin gibt es die Möglichkeiten, die jeweiligen Skills der Spieler zu verbessern. Somit ist es möglich, sein Team und jeden einzelnen Feldspieler zu individualisieren und zu spezialisieren. Natürlich, das sagt ja auch schon der Titel, kommt auch dieser Teil der erfolgreichen Reihe mit einer NBA-Lizenz ins Haus. Ein besonderes Bonbon ist die Tatsache, dass auch mit und gegen Teams älteren Jahrgangs gespielt werden kann. So ist ein Match der Chicago Bulls von 1992 gegen die 2011er L.A. Lakers nicht mehr unmöglich. Wir sind gespannt und bleiben für euch am Ball.

Auf dem Laufenden ist eine gute Überleitung für das nächste Spiel, denn wir wurden beim Laufen angesprochen, ob wir uns nicht einmal “Days of Dawn”, das Spiel-Debüt der Spieleschmiede “Bumblebee.”, anschauen wollen. Wir sagten zu und sollten es nicht bereuen. “Days of Dawn” ist ein 2D-Fantasy-RPG ganz im Stile der “Alten Meister” wie “Lufia” oder “Secret of Mana”. Als Hirtenjunge Cail streift man durch die fantastische Welt von Navelia. Was auf den ersten Blick auffällt, ist das Fehlen eines Interfaces. Darauf haben die Entwickler großen Welt gelegt, denn so ist es einfacher, in die malerisch schöne Welt einzutauchen. Der Fokus hierbei steht also auf Atmosphäre. So gibt es auch keine Ladebildschirme, da alle der insgesamt 30 Areale ineinander übergehen werden. Auf ein Menü muss die SpielerInnenschar dann aber doch nicht zur Gänze verzichten. Ähnlich wie bei “Secret of Mana” wird es ein Ringmenü geben. Allgemein ist dieses Spiel sehr freundlich, hell und stimmt positiv. In den rundenbasierten Kämpfen fließt nicht ein Tropfen Blut, dafür sind die Figuren mit Liebe zum Detail dargestellt und animiert. Von den Kreaturen wird es bis zu 50 verschiedene Rassen geben. Die nonlineare Story ist ziemlich komplex und man kann sich für einen der insgesamt 3 Wege entscheiden. Entweder schließt man sich den Königlichen Truppen an, der Untergrundbewegung oder aber macht komplett sein eigenes Ding. Neben dem konventionellen Kampf wird es auch ein Magiesystem geben, welches unseres Erachtens sehr innovativ erscheint. Denn der jeweilige Zauber kann nicht einfach so gewählt werden, sondern ist von der aktuellen Gemütslage/Temprament des jeweiligen Charakters abhängig. Das sehr engagierte Projektteam, was aus erfahrenen ZockerInnen besteht und insgesamt auf 45 Jahre Videospielarbeit zurückblicken kann, verspricht uns 30 – 40 Stunden Spielzeit. Neben der Hauptquest wird es selbstredend auch diverse Nebenquests geben. Wir sind sehr gespannt und hoffen, dass unsere Erwartungen an dieses Spiel gerecht werden. Mit diesen Zutaten und diesem Team ist es allerdings schon mehr ein Wissen denn ein Hoffen. Auch hier halten wir euch natürlich auf dem Laufenden. Geplanter Release, zunächst für PC/Linux ist im Herbst 2013. Eine Konsolenversion ist ebenfalls geplant. Diese ist, wenn der Publisher “mitspielt”, Anfang 2014 geplant. Wir dürfen also hoffen…

Hoffnung ist an dieser Stelle ein gutes Stichwort, denn es gibt Hoffnung für alle Strategiefans. Denn mit “Xcom – Enemy Unknown” kommt ein Titel der besonderen Güte auf die heimischen Konsolen. Kurz zur Story: Aliens überfallen die Welt und Du bist Commander einer Spezialeinheit aus sämtlichen Nationen dieser Welt. “Kennen wir das nicht schon von irgendwo her?”, werden sich hierbei nun einige geneigte LeserInnen denken. Ja, das Szenario an sich erfindet das Rad vielleicht nicht neu, es gibt dem Rad an sich aber ein neues Profil. In den rundenbasierten Kämpfen kann man die Story voranbringen, die Kämpfe sind klasse animiert und auch an Action wurde nicht gespart. Mit viel Liebe zum grafischen Detail wurde dieses Spiel konzipiert. So befindet man sich im Tutorial in Hamburg und an den parkenden PKW sind Euronummernschilder zu erkennen. Wenn man seine Truppen nicht gerade in optionale Schlachten schickt, kann man einzelne Charaktere aufwerten, Forrschungen anstellen um seine Truppen/Ausrüstung zu verbessern oder muss als Commander Entscheidungen treffen, wie es nun weiter geht. Das Spiel basiert übrigens auf dem ersten Xcom-Teil, der Mitte der 1990er Jahre erschienen ist. Neben dem Singleplayer, der die KommandeurInnen ca. 30 – 40 Stunden an die Bildschirme fesseln soll, kommt ein Multiplayer-Modus. Hierbei kann man sich entscheiden, ob man mit Aliens oder mit den Menschen in die Schlacht zieht. Am 12. Oktober 2012 kommt die Brut über uns… Und wir sind live und direkt dabei.

Live und direkt geht es weiter, und zwar mit einem unserer Meinung nach größten Titel der ganzen Messe, “Borderlands 2″. Bei der Präsentation fühlten wir uns als alte Borderlands-Hasen gleich wohl und konnten uns an so manchem bekannten Bild laben. Munitionkisten, Automaten, die Landschaft… Vieles erinnert an den ersten Teil. Da hört es aber auch schon fast auf… Es gibt nun insgesamt 5 Charaktere: Salvador, den Gunzerk, der unter anderem mit 2 Waffen gleichzeitig agieren kann. Maya, ihres Zeichens Siren, die unter anderem magische Kugeln verschießen kann und mittels eben dieser Kugeln Gegner in die Luft zu wirbeln vermag bzw. Kraft entzieht. Zero ist der Assassine des heiteren Quintetts, der wie eines Ninjas gleich ein Hologramm von sich erstellt, welches die Gegner ablenkt, sich selbst dabei unsichtbar macht und so seine Gegner ungesehen um die Ecke bringen kann. Axton ist der Commander und verlässt sich auf die Maschinerie, die ihm im Laufe des Spiels zur Verfügung gestellt wird. Stationäres Maschinengewehr oder Raketenwerfer sind nur 2 der optionalen Möglichkeiten. Das Schlusslicht bildet die Mechromancerin, die auf einen Deathtrap zurückgreifen kann. Dieser Roboter räumt für sie das Feld. Letztere ist allerdings nur inkludiert, wenn man das Spiel vorbestellt. Ansonsten ist sie als DLC im jeweiligen Shop erhältlich. Selbtredend wird es auch hier wieder einen 4-Player-Koop-Modus geben, der uns sehr überzeugt hat. Neue Gegner, neue Quests, neue Landschaften machen nicht nur Lust auf mehr, sondern dieses Game zum absoluten Pflichtkauf.