Kinder haben oft Fantasiefreunde, das ist völlig normal und noch nicht besorgniserregend. Anders sieht es da aber aus, wenn ein Kind nicht mehr zwischen Realität und Fantasiewelt unterscheiden kann. Von solch einem Kind handeln der Film „Phoebe im Wunderland“.

Wenn ein Kind sich verändert…

Die kleine neunjährige Phoebe Lichten (gespielt von Elle Fanning) fühlt sich nicht wohl in ihrer Schule. Alles ist so angepasst und stumpfsinnig. Auch wenn Phoebe sich wirklich Mühe gibt, in ihrer Schule zurecht zu kommen, fühlt sie sich doch sehr fehl am Platz und so ihre Probleme in der Schule.

Eines Tages wird ein neues Theaterprojekt an ihrer Schule ins Leben gerufen. Die Theaterlehrer Mrs Dodger (Patricia Clarkson) möchte „Alice im Wunderland“ an der Schule aufführen und sucht noch Darsteller. Phoebe überlegt tagelang, ob sie sich für dieses Projekt einschreiben soll oder nicht, um letzendlich doch all ihren Mut zusammen zu nehmen und diesen für sie großen Schritt zu wagen. Währenddessen macht sich Phoebe’s Mutter Hillery (Felicity Huffman) große Gedanken darüber, ob sie versagt hat bei ihrem Vorhaben, Beruf und Kindererziehung unter einen Hut zu bringen, weil Phoebe sich eben so seltsam benimmt, keine wirklichen Freunde in der Schule hat und so viele Probleme mit den Lehrern und Mitschülern verursacht.

Mit der Zeit wird Phoebe’s Zustand immer schlimmer. Angefangen mit plötzlichen Streitereien mit Mitschülern bei Spielen bis hin zu regelrechten Zwängen: Phoebe entwickelt einen Waschzwang, wiederholt verschiedene Dinge so lange, bis sie sich verletzt, ist aber selber von ihrem Verhalten entsetzt. Selbst ihre kleine Schwester Olivia fängt an sich von der großen Schwester zu distanzieren, wünscht sich, dass Phoebe gar nicht ihre Schwester wäre. Pheobe’s Eltern bleibt nichts anderes übrig, als zum einen mit der Schule zu sprechen und Phoebe zum anderen zu einem Psychologen zu schicken. Doch auch dieser kann Phoebe zunächst nicht weiter helfen. Phoebe flieht viel lieber in ihre Fantasiewelt, redet mit ihren Fantasiefreunden, traut der Welt der Erwachsenen nicht. Wie kann man Phoebe wieder in die richtige Welt zurück holen?

Erstklassige Besetzung

„Phoebe im Wunderland“ ist mit der kleinen Elle Fanning in der Hauptrolle der Phoebe wunderbar besetzt worden! Ellen Fanning ist die kleine Schwester der Schauspielerin Dakota Fanning und auf dem besten Weg dahin, ihrer Schwester eine große Konkurrentin zu werden. Elle Fanning durfte man schon in den Filmen „Babel“ und „The Door in the Floor“ bewundern, „Phoebe im Wunderland“ ist aber ihre erste Hauptrolle. Und auch für den Regisseur Daniel Barnz ist dieser Film eine Art Premiere, denn dies ist sein erster längerer Film. Und dabei hat er eigentlich alles richtig gemacht. Er hat nicht nur die Hauptrolle sehr gut ausgewählt, auch alle anderen Schauspieler spielen ihre Rolle perfekt. Der Film wartet mit einer tolle Atmosphäre auf,Phoebe’s Fantasiewelt ist toll umgesetzt worden und es wird nie langweilig, den Film weiter zu schauen. Wirklich schade ist dabei dann aber, dass das Ende leider etwas schwach ausfällt und man sich mehr erhofft hätte. Ansonsten aber ein wirklich gut gelungenes Drama über das Erwachsenwerden eines in sich gekehrten kleinen Mädchens!

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