Kill Bill Volume 1

Kill Bill Volume 1. Was soll man da drüber schon sagen? Quentin Tarrantinos Werke sind allesamt besonders, Kill Bill ist dort keine Ausnahme. Aber da ich hier einen Job zu erledigen habe, hier noch mal ganz professionell ein Review zu dem fast schon Klassiker:

Etwas Blaues

Die Braut (Uma Thurman, “Pulp Fiction”) hat es nicht einfach! Nein, nicht nur dass ihre Hochzeitsgesellschaft von Auftragskillern ermordet wird, sie ist ja auch noch schwanger. Zu allem Überfluss tötet und erlöst der Kopfschuss, der Bill ihr gibt sie nicht, nein sie wacht 4 Jahre später wieder aus ihrem Koma auf, mit einer schicken Metallplatte im Kopf. Nachdem sie Buck kennengelernt hat (er war da für ein „Fuck“), beginnt der blutige Rachefeldzug gegen das Killerkommando, welches von Bill auf sie angesetzt wurde. Den Namen des Charakters erfährt man aber erstmal nicht. Ist auch total überflüssig: „Die Braut“ hat etwas Aussagekräftiges.

Etwas Geliehenes

Tarrantino hält sich selten an die Regeln. Auch was Chronologie angeht, hatte er ja schon in Pulp Fiction gezeigt, dass Zeit ein dehnbarer Begriff ist. In Kill Bill spielt er ebenso mit der Reihenfolge der Ereignisse. Nachdem die Braut sich aus dem Krankenhaus geschlichen und Buck für ihren Aufenthalt gedankt hat, fliegt sie eigentlich nach Japan um sich etwas bestimmtes bauen zu lassen. Der Film jedoch zeigt zuerst die Rache an Nr. 2 auf ihrer Killlist, die sie übrigens im Flugzeug geschrieben hat, mit ihrem Hatori Hanzo Schwert neben sich am Sitzplatz. Muss wohl Samurai Airways sein, mit der die Braut fliegt.

Etwas Altes

Kill Bill überzeugt. Stilistisch sowie filmtechnisch macht Tarrantino selten einer etwas vor. Während der Kampfszene zwischen der Braut und den Crazy 88 erreicht er einen Bodycount, der zuletzt von den Japanofilmen Azumi oder 13 Assassins erreicht wurde. Ok, das war etwas übertrieben, aber selten sieht man in Hollywoodfilmen so viele Leichen bzw. Leichenteile. Dass während einigen Momenten der Szenen zudem noch die Farbe ausgeschaltet wurde, verstärkt sogar den Retro-Look, der hier vermittelt wurde.

Etwas Neues

Ok, Kill Bill ist schon in die Jahre gekommen. Trotzdem ist er auch ein zeitloser Streifen, der Spaß macht. Die ersten beiden Racheakte der Braut wurden in Teil eins fast ohne lange Action-Pausen untergebracht. Einen gesunden Magen sollte man allerdings mitbringen, denn Quentin Tarrantino ist nicht gerade für verschönte Darstellungen bekannt (soll heißen, der Film ist nichts fürs erste Date!). Was die Soundkulisse angeht, sollte man genau hinhören – es wurde viel auf natürliche Soundkulisse und dezente Musik gesetzt. Zu passenden Momenten gibt es dann aber auch die passenden Paukenschläge.

Kill Bill Volume 2

Der Film „Kill Bill“ von Erfolgsregisseur Quentin Tarantino ist zweifellos zu einem einem Klassiker, den fast jeder schon gesehen hat, mutiert. „Kill Bill Volume 1“ endete aber sozusagen mitten in der Story, so recht war die Rache noch nicht beendet und man durfte gespannt sein, wie „die Braut“  im zweiten Teil weiter vorgehen wird. Zum Glück mussten Fans auch gar nicht zu lange auf eine Fortsetzung warten, 2003 war es soweit. Auch wenn sehr viele von Euch sowohl den ersten als auch den zweiten Teil wahrscheinlich schon gesehen haben, möchten wir es uns nicht nehmen lassen, auch über diesen Film zu berichten.

Was bisher geschah…

Um in die Story von „Kill Bill Vol. 2“ eintauchen zu können, muss man sich zunächst ein wenig mit dem Volume 1 beschäftigen. Besser ist es natürlich noch, wenn man sich beide Filme hintereinander anschaut, denn streng genommen gehören sie doch untrennbar zusammen, war „Kill Bill“ ursprünglich als Überlängefilm geplant. Somit geht auch Volume 2 gleich mit Kapitel sechs weiter und schließt direkt an die fünf Kapitel aus Volume 1 an.

Alles beginnt… Tja, eigentlich beginnt alles mit dem vorherigen Leben der Braut (gespielt von Uma Thurman), deren Name bis zum Ende möglichst im Dunkeln bleibt und daher hier schlicht und einfach die Braut genannt wird. Die Braut hat also eine dunkle Vergangenheit, von der ihr Freund, den sie heiraten will, nichts ahnt. Eine blutige Vergangenheit, um genau zu sein, denn sie war Mitglied des Killerkommandos „Deadly Viper Assassination Squad“ und hatte zudem noch ein Verhältnis mit ihrem skrupellosen Chef Bill (gespielt von David Carradine). Doch dann wird sie schwanger und taucht unter. In Texas beginnt sie ein neues Leben, lernt ihren zukünftigen Ehemann kennen. Doch zur Hochzeit kommt es gar nicht mehr. Bill spürt sie auf und rückt bereits bei der Hochzeitsprobe mit seinem Killerkommando an. Mit diesem Rückblick startet auch Volume 2. Bill und seine Schergen metzeln die gesamte Gesellschaft nieder, ein Ereignis, das später als das „Massaker von Two Pines“ bekannt ist.

Die gesamte Gesellschaft stimmt übrigens gar nicht… Denn die Braut überlebt! Schwer verletzt, jahrelang im Koma und das Kind hat sich auch verloren, aber sie lebt! Und nun hat sie nichts mehr. Außer dem dem Wunsch nach Rache. Sie will alle, die bei dem Massaker dabei waren, tot sehen. So macht sie sich also schon in Volume 1 auf, ihre eigene Rache-Liste abzuarbeiten bis nur noch Bill auf ihrer Liste steht, der in Volume 2 unbedingt dran glauben soll!

Ein Meister bei der Arbeit!

Quentin Tarantino ist umstritten, muss oft auch negative Kritiken für seine Filme einstecken und seine Filme werden immer sehr genau begutachtet. Doch zweifellos ist er ein Meister auf seinem Gebiet. Er liefert dem Zuschauer keine 0815-Filme, sondern erfindet sich immer wieder neu, bringt immer wieder Dinge in seinen Filmen unter, die man vorher kaum woanders gesehen hat. Man bedenke nur „Pulp Fiction“!

So hebt sich auch „Kill Bill“ aus der Masse hervor, nicht nur technisch, sondern auch durch seine vielen Anspielungen auf andere Filme, sei es in Form von Zitaten oder in Form von Filmplakaten im Hintergrund. Taratino scheint den Hut vor seinen Kollegen zu ziehen und zollt ihnen in seinen eigenen Filmen Respekt.

Aber eben auch technisch und inhaltlich ist „Kill Bill“ etwas besonderes. Eine hervorragende Atmosphäre wurde geschaffen, auch durch die vereinzelten Kapitel. Das Wechselspiel zwischen Schwarz-Weiß und Farbe und die Mischung aus Kampfsport im Eastern-Stil und dem Western-ähnlichen Flair und nicht zuletzt die Kameraeinstellungen, machen den Film ebenfalls zu etwas besonderem. Nimmt man dann noch den wirklich gut gelungenen Soundtrack und die fesselnde Story dazu, hat man einen erstklassigen Film vor sich, an den andere des Genres nur schwer heran kommen können. Wer „Kill Bill“ also bis heute noch nicht gesehen hat, der sollte das ganz schnell nachholen!

Eingehende Suchanfragen: