Kung-Fu Filme sind im Großen und Ganzen immer gleich: Gut gegen böse. Auch bei “Tiger and Dragon Reloaded” ist es nicht viel anders. Doch vielleicht sollten wir erstmal schauen, worum es bei diesem chinesischen Film geht.

Story

Bei Tiger and Dragon Reloaded geht es um zwei in die Jahre gekommene Kung-Fu Schüler (Tiger und Dragon), die darauf warten daß ihr Meister aus dem Koma erwacht und das bereits seit 30 Jahren. Da die Kung-Fu Schule einst geschlossen werden musste, haben sie daraus ein Tee-Haus gemacht. Doch nicht nur um diese drei geht es in diesem Film. Cheung, der sich in seiner Kindheit geprügelt hat, ist mit den Jahren zum Waschlappen und Fußabtreter für jeden geworden. Besonders auf seiner Arbeit in einer Immobilienfirma wird er nur in die Ecke gedrängt und verliert allen Mut. Er wird in Urlaub geschickt, mit dem Auftrag die Leute aus einem Tee-Haus rauszuwerfen. Und natürlich handelt es sich um das von Tiger and Dragon mit ihrem im Koma liegendem Meister Law. Nach ein paar einschlägigen Ereignissen kommt es soweit, das Cheung im Tee-Haus bleibt, und der ins Koma gefallene Meister wieder aufwacht. Der allerdings ohne weiteres herum springt, als wäre nie etwas gewesen. Lediglich dass inzwischen 30 Jahre vergangen sind, scheint er bis zu einem gewissen Punkt nicht zu wissen.

Eigentlich sollte man meinen, es dreht sich um Cheung, der nun auch Kung-Fu lernt. Doch im Großen und Ganzen stehen die mittlerweile um die 60 Jahre alten Schüler im Mittelpunkt des Films.

Atmosphäre

Kung-Fu Filme sind heute kaum noch tiefgründig oder mystisch. Vor allem wenn sie in der “Gegenwart“ spielen. Doch dieser Film weiß gekonnt zu zeigen, dass man alles erreichen kann, wenn man nur daran glaubt. Er zeigt aber auch auf der anderen Seite, wie gebrechlich der menschliche Körper doch mit den Jahren wird. Das gibt einem dann doch ab und zu mal zu denken. Einst waren Tiger und Dragon stark, doch nun sind sie alt, und können ihre Kampfkünste kaum komplett zum Einsatz bringen, was immer wieder deutlich gemacht wird… .Der Film kommt zwar als “Komödie” daher, was auch irgendwie berechtigt ist, da der Film schon witzig ist, doch etwas in Richtung Drama könnte man ihn auch schieben.

Bild und Ton

Bei Bild und Ton kann man sich nicht beschweren, zwar sieht man ein wenig “Gegriesel“, aber das stört eigentlich so gut wie gar nicht. Bei einem 42 Zoll HDTV, könnte es manchen vielleicht doch was stören. Doch dann kann man ja wenn möglich zur Blue-Ray Version greifen.