Es ist Zeit, Weltrauminsekten zu töten – Massen an Weltrauminsekten. Starship Troopers ist zurück und die Riesenkäfer werden mal wieder auf die stereotypischste Weise vernichtet, die so möglich ist. Carl Jenkins, Carmen Ibanez und allen voran Johnny Rico sollten Namen sein, die bei dem ein oder anderen Fan der Filmreihe ein paar nette Erinnerungen auslösen. Alle drei feiern ihre Rückkehr im vierten Teil der Starship Troopers – Reihe und machen das, was sie am besten können: Die Menschheit retten. Mal wieder.

Eine Geisel namens John A. Warden

Die Story von Starship Troopers: Invasion ist relativ simpel: Der Kammerjägersquad um deren Commander Henry Varro wird auf die John A. Warden geschickt, das Raumschiff von Carmen Ibanez, das kurz nach der Konfeszierung durch Carl Jenkins vom Radar verschwindet. An Board befindet sich (natürlich) eine Armee von Killerkäfern samt deren Königin. Hier könnte man die Frage stellen, warum die Insekten ein Raumschiff als Geisel nehmen – Die Antwort liefert der Filmtitel.

Eine 90minütige Action-Cutscene

Das erste, was auffällt, wenn man den Film anschaut ist der Sprung von Schauspielern zur CGI – computeranimierter Grafik. Das mag die ersten Minuten ein wenig ungewohnt sein, arbeitet aber gut für den Film, so gibt es unter anderem nicht mehr den sichtbaren Unterschied zwischen Schauspielern und dem computeranimierten Ungeziefer.

Die CGI wird dirigiert von Shinji Aramaki, ein Veteran in allem, was mit animierten Robotern oder Ganzkörperrüstungen zu tun hat, was er unter anderem in Halo: Legends eindrucksvoll bewiesen hat. Starship Troopers: Invasion sieht auch generell besser aus, wenn alle Charaktere ihre Rüstungen tragen. Die Menschen sehen für einen Budget-Film zwar in Ordnung aus, man merkt aber auf jeden Fall, was der Fachbereich von Aramaki ist.

Der Fakt, dass der Film eine 90minütige Actionachterbahnfahrt ist, kommt aber zu einem Preis: Zwar kommt an einigen Stellen immernoch die Ironie durch, für die Starship Troopers so bekannt ist, insgesamt schaltet die sozialkritische Seite der Filmreihe aber ein oder zwei Gänge zurück und macht die Bühne frei für ein gloreiches Spektakel voller Blut (sowohl grünes als auch rotes) und purer männlicher Männlickeit. Die ein oder andere Frau spielt zwar auch eine Rolle, aber meistens sind die Damen hier mindestens genauso männlich, wie ihre andersgeschlechtlichen Kollegen.

Das führt auch dazu, dass ein Vorwissen von den anderen Teilen für Starship Troopers: Invasion nicht nötig ist, um den Film zu genießen. Sowohl langjährige Fans als auch Neuinteressierte werden sich sofort in den Film einfinden können. Sofern man Gefallen an einer Massenvernichtung von Insekten findet. Aber wer tut das nicht?

Starship Troopers: Invasion kommt in typischer DVD-Qualität und bietet neben dem eigentlichen Film noch ein Making Of, einige Deleted Scenes und ein paar Outtakes.