Indiana Jones für Arme könnte man auch über „König Salomons Schatz“ sagen. Das wäre aber nicht gerecht, könnte man meinen. Doch ist es. Bitte weiterlesen!

Haltung beim Handlung lesen

Allan Quatermain, ein Abenteurer, wie er im Buche steht, ist in den Besitz eines Medaillons mit phönizischen Zeichen gekommen. Das weckt natürlich die Gier in ihm… Er will mehr. Mit seinen Freunden Captain Good (haha) und Sir Henry Curtis geht’s los in den tiefsten Dschungel Afrikas. Mission: weitere Schätze der Phönizier aufspüren…die Gier siegt über Vernunft! Die Expedition wird zu einem Abenteuer, dafür sorgen Megakrebse, Monster, die Ähnlichkeiten mit Dinos haben und die lästigen Eingeborenen. Die Drei sind dann doch recht erstaunt, dass sie nicht auf Ruinen der Phönizier treffen, sondern auf eine verborgene Zivilisation. Die Stadt, in der das verborgene Volk lebt, heißt Milosis und wird beherrscht von der Königin Nyleptha. Der kommen die drei Abenteurer gerade recht. Nicht nur ein Vulkan steht kurz vor dem Ausbruch, sondern auch fiese Priester machen sich auf die Suche nach Salamons Schatz, um mit dem erbeuteten Gold den Thron an sich zu reißen. In Ihrer Panik vertraut die Königin Sir Henry Curtis den Plan an, der zum Schatz führt. Die Idee dahinter: Das Gold, welches ihrem Volk immer nur Leid beschert hat, von Milosis fortbringen zu lassen. Allan Quatermain fühlt sich wie in einem Traum. Gold + ohne Diebstahl = Win! So einfach wird es aber wohl doch nicht für ihn und seine Freunde.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von H. Rider Haggard aus dem Jahr 1885. Inspiration holte sich H. Rider Haggard von Robert Louis Stevensons. Dieser ist der Schreiberling des Kultbuchs „Die Schatzinsel“. „König Salomons Schatz“ wurde 1977 gedreht und vier weitere Filme, die auf dem Buch basierten, folgten bis heute. Der letzte stammt aus dem Jahr 2004 mit Patrick Swayze in der Hauptrolle.

Direkt vergleichen lässt sich „König Salomons Schatz“ und das Buch nicht wirklich. Der Weg zum Ziel unterscheiden sich doch sehr deutlich und auch das Ende des Films entspricht nicht unbedingt dem Ende des Buchs. Nun zum Film. Dieser ist in fast allen Belangen echt mies. Ganz besonders mies sind die Effekte. Seien es Megakrebse, die aussehen wie Kugeln oder ein Saurier, der aussieht wie irgendwas nur nicht wie ein Saurier. Da gab es selbst in den 70er Jahren spannendere Filme in dem Genre. Traurig auch: Die Suche nach dem Schatz und das plumpe Ende. Hinzu kommen die schauspielerischen Leistungen, die nicht sehr besonders sind. Die Produzenten hätten lieber das Geld in echte Tiere und glaubwürdigere Locations investieren sollen, den schon damals wirkte der Film überholt. Schmeißt lieber noch mal Indiana Jones in den Videorekorder oder DVD/Blu-ray Player oder schaut die 2004er Version mit Patrick Swayze an, die ist nämlich gar nicht so verkehrt.

Die Bildqualität der DVD ist leider auch nur durchwachsen, dafür fährt die DVD zwei deutsche Synchronfassungen auf. Einmal die etwas dumpfe Kino-Tonspur und die klarere Video-Tonspur.