Django (Jamie Foxx) ist Sklave. Eines Tages hat er Glück und Dr. King Schultz (Christoph Waltz) begegnet ihm und “kauft” den armen Django frei. Schultz ist von Beruf gelernter Zahnarzt, aber schon seit ein paar Jahren nicht mehr im Geschäft. Inzwischen ist er Kopfgeldjäger. Er sucht sich Steckbriefe und dann die dazugehörigen Ganoven, um sich sein täglich Brot zu verdienen. Nur kommt es oft vor, dass er nicht weiß, wie diese aussehen. Somit ist er auf Hilfe angewiesen. Sein aktuelles Ziel sind 3 Brüder, welche Django von einer Plantage kennt. Somit ist das Geschäft besiegelt, Django soll Schultz helfen diese Brüder dingfest zu machen. Dies passiert relativ schnell. Django erzählt Schultz, dass seine Frau zusammen mit ihm unter der Tyrannei der 3 Brüder verkauft wurde, aber an unterschiedliche Händler. Nachdem sie die Brüder gefunden und ihrer gerechten Strafe zugeführt haben, macht Schultz Django das Angebot bis über den Winter zusammen zu arbeiten und dann seine Frau Brunhilde zu retten. Der Deal ist perfekt und sie machen sich auf den Weg zu der Farm des Plantagenbesitzers Calvin Candie (Leonardo DiCaprio), weil dieser der neue Herr von Brunhilde ist.

Tarantino unchained!

Tarantino ist und bleibt einer der besten Regisseure, welches Hollywood zu bieten hat. Er hat Tiefe, gute Storys, Charaktertiefe (was vielen Filmen leider fehlt), eine Menge Kunstblut und eine verdammt große Menge an Humor. Er schafft es in “Django Unchained” wieder einmal perfekt seine großen Qualitäten zu präsentieren und der qualitative Vergleich zu “Inglourious Basterds” bleibt nicht aus. Sein Cameo-Auftritt ist auch mal wieder ein Lacher wert und selbst in dieser Rolle überzeugt er.

Tarantinos Crew

Jamie Foxx ist ein Schauspieler, der sehr oft in den Schatten fällt. Außer bei “Collateral” konnte er sich spielerisch nicht richtig durchsetzen. In “Django Unchained” hat, bis auf Christoph Waltz, kaum einer eine richtige Chance diesen Jamie Foxx das Wasser zu reichen. In jeder Situation 100% perfektes Schauspiel. Aber wenn Foxx 100% spielt, dann spielt Waltz auf einem 200% Niveau. Was dieser Deutsch-Österreicher in Amerika schauspielert, ist eine wahre Pracht und irgendwie scheint es, als ob er für Tarantino Filme gemacht ist. Jonah Hill hat einen Gastauftritt und ist eine der witzigsten Stellen im Film und das obwohl oft gelacht wurde, aber diese Szene toppt einfach alles. Samuel L. Jackson – auch ein alter Bekannter von Tarantino – spielt auf solch genialer Weise, dass man ihn zwischendurch einfach hassen muss. Leonardi DiCaprio spielt wie immer solide und macht alles gut. Kann aber gegen Jackson und Waltz als direkte Gesprächspartner nicht ganz mithalten. Soundtechnisch ist der Film stellenweise skurril. Manchmal fühlt man sich richtig im Western und im nächsten Moment läuft ein HipHop-Track. Im ganzen ein toller Stilmix, der die Szenen perfekt untermalt. Nicht umsonst ist der Film für die Oscars nominiert.

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