Wenn ihr nicht wisst, was ein “Safe House” also ein “sicheres Haus” ist, dann ist das schon gut so. Denn wer dort hin kommt, hat mal wirklich Probleme. Sicherlich wird derjenige entweder von der Mafia gesucht oder aber von irgendeiner Regierungsorganisation, die mit Sicherheit nirgends in den Haushaltausschüssen Rede und Antwort stehen muss. Kurzum: Wer dorthin kommt, hat Dreck am Stecken.

Safe House

Ein ganzes Jahr hat Matt Weston (Ryan Reynolds), der für die CIA in Südafrika ein sicheres Haus leitet, tatenlos auf seine Bewährungschance gewartet. Als sie sich ihm unerwartet bietet, ist Weston geschockt. Sein erster Hausgast ist der gefährliche, abtrünnige Ex-Agent Frost (Denzel Washington), der vor Jahren US-Militärgeheimnisse an Nordkorea verkaufte, sich aber geradeden Behörden stellte. Jetzt wartet Frost als Gefangener der CIA im SafeHouse auf seinen Prozess, in dem er als Kronzeuge aussagen soll. Doch dazu kommt es nicht.

Plötzlich wird das Safe House von einem Killerkommando attackiert und dem Erdboden gleichgemacht. Nur knapp kann Frost mit Hilfe seines Bewachers, des jungen Spezialagenten Weston, entkommen. Doch wer will Frost beseitigen? Terroristen? Oder sogar jemand aus der CIA-Chefetage? Je länger das Katz-und-Maus-Spiel dauert, desto unklarer wird, wer wem trauen kann. Bis beim furiosen Show-downdie Wahrheit schließlich ans Licht kommt.

“Safe House” ist ein Thriller feinster Machart mit allem was man dazu braucht: Ein paar wilde Verfolgungsjagden sorgen für den notwenigen Actiongehalt. Dazu gesellen sich wilde Schiessereien und nicht minder wilde Schlägereien. Kurzum: Es geht wahrlich “wild” zur Sache. Für einen Thriller bietet der “Safe House” wahrlich eine ganze Menge Action. Ständig ist etwas am explodieren, man kommt überhaupt nicht mehr zur Ruhe. Für dieses Extra-Maß an Action sorgt insbesondere Ryan Reynolds in der Rolle von “Matt”, der gar nicht weiß wie ihm geschieht, als die Kugeln links und rechts neben ihm einschlagen.

Dennoch ist der Thriller auch intelligent und fordert ganz nebenbei auch dem Zuschauer einiges ab. Man muss mitdenken, überlegt wer in dem verwirrenden Katz-und-Maus-Spiel eigentlich gut und wer böse ist. Wie in der Wirklichkeit, so ist auch im Film die Trennlinie nicht immer scharf zu ziehen. Für diesen Part zeichnet sich insbesondere Denzel Washington verantwortlich, der in den ruhigen Momenten des Films (nein, da gibt es nicht viele) für die nötige Portion Thriller sorgt und die Komplexität in den Film importiert. Cleverness und Tiefgang sind also durchaus auch vorhanden, auch wenn das Pendel gerne mal eher in Richtung Action ausschlägt.

Die gute Produktion, die exzellente Bildqualität und eine bemerkenswerte Filmmusik erledigen den Rest für ein gelungenes Filmvergnügen.