Es wurde mal angenommen, dass die Skandinavier so gute Thriller und Krimis machen, weil es dort sehr oft dunkel ist. Ob dies wirklich der Fall ist, kann man wohl nicht nachvollziehen, sicher ist aber, dass sie ihr Fach verstehen. Denken wir nur an die Stieg Larsson Trilogie. Ob “Priest of Evil” genauso gut ist wie diese oder doch nur ein banaler Film, das werden wir sehen.

Tragödie und Maden

Man starten in einem Polizeieinsatz, man sieht Timo, einen Polizisten, wie er eine sehr sehr dreckige Wohnung observiert. Er findet eine Leiche, dank der schon die ganze Wohnung voller Maden ist. Plötzlich ein Knacken.. ein Schatten. Schnell ist die Pistole gezückt und er findet im Bad einen fetten Kerl mit einer Waffe. Dieser kann Timo überwältigen und rennt zum Dach. Kurz bevor er sich jedoch von selbigen stürzen kann, hält ihn Timo fest. Grundsätzlich schon mal ein netter Start, auch wenn der Schnitt stellenweise etwas grob wirkt und damit leider auch billig. Ein paar Minuten später sieht man ein junges Mädchen, welches nach einem Metallkonzert umgebracht wird. Dies war Timo’s Tochter und seine Welt bricht zusammen. Zeitgleich kommt ein Massenmörder in die Stadt, der scheinbar wahllos Leute vor die U-Bahn wirft. Doch so langsam findet Timo Hinweise, welche den Tod seiner Tochter mit dem Massenmörder in Verbindung bringen. Somit beginnt der Film Fahrt aufzunehmen und die Spannung steigt. Gerade durch die Spielkunst von I. Björklung (Timo) behält der Film ein gewisses Niveau und wird nicht langweilig. Man muss ab der Hälfte des Films sehr gut aufpassen, weil einem sonst kleine Details entgehen und man sich dann an einigen Stellen fragt “und wie kommt das jetzt?”.

Evil!

Der Film hat eine düstere und irgendwie dreckige Grundstimmung, welche typisch für skandinavische Thriller ist. An die Stieg Larsson Trilogie kommt dieser Film leider nicht heran, ist aber für Thriller Fans definitiv eine Empfehlung wert. Horrorfans sollten die Finger davon lassen. Uns erschließt sich auch nicht die FSK18, aber wie Filmfans wissen, macht oft keinen Sinn. Die Musik ist leider nichts Besonderes und in einigen Szenen finden wir diese sogar leicht unpassend. Die schauspielerische Leistung ist gut und trägt den Film. Schnitttechnik hätte etwas besser sein können, ansonsten ist die Kameraführung an vielen Stellen wirklich gut eingesetzt!