Jason Statham ist den meisten spätestens seit Transporter ein Begriff. In Killer Elite spielt Statham den Auftragskiller Danny Bryce, der zusammen mit seinem Mentor Hunter (gespielt von Robert De Niro) in der mexikanischen Stadt La Joyita einen Anschlag auf ein Fahrzeug verübt. Bei dem Anschlag erschießt Danny die Zielperson und entdeckt dabei ein Kind im Fond des Wagens. In diesem Moment entscheidet sich Danny dazu, seinen Job an den Nagel zu hängen und sich zur Ruhe zu setzen. Aber wie es so oft ist, kann sich Danny nicht vor seiner Vergangenheit verstecken und so erreicht ihn nur ein Jahr nach seinem Ausstieg ein Brief.

In diesem Brief sind Fotos von Hunter, der sich in Geiselhaft bei Scheich Amr befindet. Danny fliegt direkt in den Oman, um seinem Mentor beizustehen und der Scheich macht ihm ein Angebot, welches er nicht ablehnen kann. Er soll den Auftrag erledigen, den sein Mentor nicht erledigen wollte: Danny muss drei ehemalige SAS-Offiziere ermorden, da sie die Söhne des Scheichs im Krieg getötet haben. Doch das ist alles andere als einfach. Es gibt nämlich noch einige Bedingungen des Scheichs: Der Auftrag muss in den nächsten sechs Monaten erledigt werden, da der Scheich schon im Sterben liegt. Außerdem sollen die Zielpersonen vorher gestehen, dass sie seine Söhne umgebracht haben. Und zu guter Letzt sollen die Ermordungen wie Unfälle aussehen.

Unfall nach Unfall

Danny macht sich also auf den Weg zur ersten Zielperson und schafft es auch, ihm ein Geständnis zu entlocken und den Tod wie einen Unfall aussehen zu lassen. Doch dann fangen die Schwierigkeiten erst richtig an. The Feather Men, eine Geheimorganisation zum Schutz ehemaliger SAS-Mitglieder bekommt Wind von dem Auftrag und setzt ihrerseits den besten Agenten (Clive Owen) auf Danny und sein Team an.
Trotz allem schaffen die Killer es, alle drei Zielpersonen zur Strecke zu bringen und Danny glaubt, dass damit alles vorbei ist. Allerdings war ihr erstes Opfer unschuldig, sie müssen also noch einmal los und den richtigen ermorden. Danny macht es diesmal allein, da sein Team während der vorherigen Morde umgekommen ist, sei es durch eigenes Verschulden oder Unfälle.

Hunter passt währenddessen auf Dannys Freundin Anne auf, die nicht genau weiß, was Danny überhaupt macht. Danny schafft es, an den richtigen Mörder von Scheich Amrs Sohn zu kommen, verschont ihn aber. Nun fliegen Hunter und Danny zurück in den Oman, um dem Scheich zu sagen, dass der Auftrag beendet wurde. Den beiden kommt aber Spike Logan zuvor, der dem Scheich die Bilder des angeblich getöteten Agenten zeigt. Der Sohn des Scheichs ist Zeuge, als Logan seinem Vater die Wahrheit erzählt und ihn daraufhin umbringt. Logan nimmt noch die Belohnung an sich und flieht in die Wüste. Dort wird er allerdings von Danny und Hunter erwischt und sie lassen ihn mit einem Großteil des Geldes dort zurück. Die beiden erklären den Krieg von ihrer Seite für beendet.

Statham wie man ihn kennt?

Der Film bietet eigentlich alles, was man für einen gelungenen DVD-Abend braucht: Eine packende Story, gewürzt mit einer guten Prise Action und tolle Schauspieler. Bei Jason Statham in der Hauptrolle denkt man meistens auch an actionlastige Hau-Drauf-Filme. Dieser Film ist allerdings eine gelungene Ausnahme. Statham ist zwar auch in einigen Actionszenen zu sehen, es geht im Film aber eher darum, wie die Attentate auf die Zielpersonen durchgeführt werden. Zu dem durchweg positiven Eindruck des Films tragen auch Robert De Niro, der nur eine kleinere Nebenrolle spielt, und Clive Owen als Gegenspieler von Statham, einen Großteil bei.

Über den Film und die technischen Umsetzung kann man nicht meckern, der Ton ist durchweg deutlich zu verstehen und auch die Kameraeinstellungen und Schnitte passen perfekt. Untermalt wird das Ganze von einem fullminanten und passgenauen Soundtrack, der die Dynamik in den Actionszenen genauso gut einfängt, wie die Konzentration bei der Planung. Schauspielerisch stechen vor allem Robert De Niro und Clive Owen heraus, die beide in ihren Rollen aufgehen und diese sehr authentisch spielen. Statham verkörpert wieder einmal den coolen, eher wortkargen Auftragskiller, dem es darum geht, den Job so zu erledigen, wie es gedacht ist und dabei möglichst wenig Kollateralschaden zu verursachen.

Extras

Auf der DVD sind natürlich auch einige Extras zu sehen: Einige entfallene Szenen, die einem noch ein bisschen mehr Einblick in die Charaktere erlauben, sowie die Trailer auf deutsch und englisch. Zwar etwas mager, aber durchaus Standard heutzutage. Ein Making-Of oder ähnliches hätte der DVD gut getan, ist aber auch kein Must-Have.