Die drei High-School-Schüler Matt, Steve und Andrew finden in einer Höhle einen meteoritenähnlichen Stein, der ihnen telekinetische Fähigkeiten beschert. Am Anfang halten die drei das Ganze noch für witzig, denn sie veralbern damit Leute in ihrem Umfeld. Auch vor Experimenten und Versuchen an sich selber schrecken die Drei nicht zurück. Um das Ganze auch für die Nachwelt festzuhalten, filmt Andrew alles, was sie machen. Natürlich ahnt man schon, dass das Spielen mit den Kräften schon bald in bitteren Ernst umschwenkt.

Eine Frage, die sich bei solchen Fähigkeiten immer stellt: Wie kann man solche Fähigkeiten sinnvoll einsetzen? Bei Beantwortung dieser Frage zeigt sich schnell, wer Superheld ist und wer Superschurke ist. Andrew zum Beispiel nutzt seine Fähigkeiten, um sich an den Bullys an seiner Schule zu rächen. Doch sein Cousin Matt versucht ihn wieder zur Vernunft zu bringen. Ob das klappt, wollen wir euch hier natürlich nicht verraten.

Found-Footage

Der Stil von „Chronicle“ erinnert an eine bizarre Art von Urlaubsvideo. So verwundert es nicht, dass der komplette Film aus „gefundenen“ Filmschnipseln besteht. Diese stammen entweder von den Protagonisten selber, von Polizeikameras oder auch von Nachrichtensendungen. Diesem Stilmittel haben sich seit „Blair Witch Project“ schon einige Filme angenommen und auch mehr oder weniger gut angewandt. Dieses Mittel hat natürlich auch seine Tücken. So werden vor allem am Ende viele Kameras genutzt, die in Streifenwagen oder Polizeihubschraubern eingesetzt werden. Es stellt sich natürlich immer die Frage, warum Andrew alles filmt, denn er scheint damit nichts mehr machen zu wollen. Er sagt selber im Film öfters, dass er einfach nur so filmt und das auch nur für sich selber tut. Um auch sich selber filmen zu können, schafft er es, die Kamera zum Schweben zu bringen. Dies ermöglicht natürlich auch kinogerechte Kamerafahrten, ohne einen allzu großen Sinnbruch zu verursachen.

Diese Art des Filmens beschert dem Film auch eine Art der Authentizität, die vielen Filmen fehlt. Das Thema bezieht sich ja nicht nur auf die übernatürlichen Kräfte, die die drei Freunde bekommen, sondern auch auf die Entwicklung, die alle im Laufe des Filmes durchmachen. Andrew entwickelt sich vom Opfer zu einem „Spitzen-Predator“, wie er sich selber gerne nennt. Matt ist am Anfang eigentlich alles egal, er kümmert sich nicht darum, ob er zu spät zur Schule kommt oder sonst etwas. Er fängt an, Schopenhauer zu lesen und sieht durch seine Fähigkeiten auch die Welt mit anderen Augen.

Sound und Ausstattung

Die Tonqualität überzeugt durchweg und neben der deutschen und englischen Tonspur in Dolby Digital 5.1 ist auch die italienische Tonspur, ebenfalls Dolby Digital 5.1, mit auf der Scheibe. Untertitel kann man sich in Deutsch, Englisch, Italienisch und Türkisch anzeigen lassen.

Extras gibt es auch auf der DVD, allerdings halten sich diese stark in Grenzen. Es gibt einen kurzen Film, in dem die Kamera getestet wird, allerdings nicht mit den Schauspielern, die auch im Film zu sehen sind. Ein weiteres Extra beschäftigt sich mit den Animationen des Films, die einige Schlüsselszenen im Film darstellen. Dieses Extra sollte man sich also erst nach dem Film anschauen, da man sich sonst das Ende selber verrät. Weiterhin gibt es noch den Originaltrailer auf der DVD.

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