Die Frage nach außerirdischem Leben hat den Menschen von jeher fasziniert. Gibt es noch etwas anderes als uns dort draußen oder stammen wir selbst gar von Außerirdischen ab? Das hat sich wohl auch Alien-Regisseur Ridley Scott gefragt und versucht in seinem neuesten Machwerk „Prometheus“ dies zu thematisieren. Was ursprünglich als Vorgänger zu den Alien-Filmen geplant war, ist nun zu einer Reise an den Ursprung der Menschheit geworden und eines der am meisten mit Spannung erwarteten Filme des Jahres.

Alien 0.5?

Es geht um eine Gruppe von Wissenschaftlern, die sich auf die Suche nach der Quelle des Lebens auf der Erde machen und dabei an verschiedenen Orten auf der Welt auf die immer gleiche Sternenkarte stoßen. Diese weist den Weg zu einem entfernten Planeten, woraufhin sie eine Expedition zu diesem Sternensystem starten. Dort finden sie ein abgestürztes Raumschiff mit menschenähnlichen Wesen und machen dabei eine folgenreiche Entdeckung…

Ridley Scott hat einige großartige Werke wie Blade Runner oder Alien geschaffen und nicht weniger erwartete die Fangemeinde nun von Prometheus. Um es mal ganz klar zu stellen, der Film kann bei weitem die Erwartungen nicht erfüllen!

Michael Fassbender und Charlize Theron sind sicher die bekanntesten Namen im Cast, aber auch sie können dem Film nicht ihren Stempel aufdrücken, zu blass bleiben ihre Charaktere, zu wenig ausgefeilt. Besonders im Vergleich mit dem ersten Alien-Film, wo eine relativ simple Story durch gute Charakterisierung und Darstellungen zusammengehalten wurde.

Der Streifen möchte – ähnlich wie in Blade Runner – einen Subtext vermitteln, schafft dies aber kaum, denn es gibt schlicht und ergreifend keinen! Wurden in Blade Runner Fragen wie: was macht den Menschen zu einem Menschen und was passiert, wenn der Mensch Gott spielt, stilistisch und künstlerisch herausragend vermittelt, so versagt  Prometheus in diesem Punkt völlig. Zwar beginnt der Film hoffnungsvoll mit einigen interessanten Dialogen und Fragestellungen, aber was er als Antwort liefert ist plumpe Action/Horror-Kost. Story-Löcher, unlogische Szenen und weitgehend undefinierte Charaktere helfen dem Film auch nicht gerade weiter.

Hübsch!

Die Optik kann sich aber sehen lassen, durch modernste Kameratechnik ist die Qualität des Films überragend und visuell beeindruckend. Der Sound steht da auch in nichts nach und dröhnt laut und einschüchternd aus den Boxen. Dabei orientiert er sich an Filmen wie Batman, Inception oder Transformers.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass Prometheus mehr sein möchte als er tatsächlich ist. Wer reines Sommerblockbuster Kino mag, ist hier durchaus richtig, alle anderen, die ein zweites Blade Runner erwartet haben, werden herbe enttäuscht. Schade!

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