Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach. Für einen gelungenen Horror-Streifen braucht man nur etwas Voodoo-Zauber, eine schräge Filmmusik, eine Trauminsel und natürlich: Sexy Bitches, die leichtbekleidet die ganze Zeit durchs Bild laufen und dabei sensationell aussehen. So einfach könnte man das Kochrezept für “Lost Paradise – Playmates in Hell” umschreiben. Obs auch geschmeckt hat, verrät unser Review…

Lost Paradise – Playmates in Hell

Nach einem traumatischen Erlebnis leidet die ehemalige Wushu”-Kampfsportlerin Tiara an Achluophobie – Angst vor der Dunkelheit. Eines Tages fahren Tiara und ihre Freunde auf eine paradiesische Insel, um ungestört Urlaub zu machen. Nichtwissend, dass vor Jahrzehnten ein ausgestoßener Schamane das ganze Dorf ausgelöscht hatte. Auf der Insel lauert nun eine mordende, grausame Gestalt auf ihre ahnungslosen Opfer…

Der indische Horrorstreifen erweist sich als echter Low-Budget-Horror ohne jeden Anspruch. Das coolste am Film sind in der Tat die Mädels, die zwar etwas zugeknöpfter sind als die amerikanischen Vorbilder aus ähnlichen Produktionen, aber wenn es ums Blutvergießen geht, ist wieder alles auf Ottonormal-Niveau. Die Action ist blutig, aber nicht wirklich appetitlich. Dieses Paradies wäre wohl lieber verschollen geblieben. Die Altersfreigabe “Freigegeben ab 18 Jahren” geht durchaus in Ordnung, ein paar heftigere Szenen sind in der Tat dabei. Die besten Szenen bleiben aber ganz klar die “Playmate”-Szenen. Wenn sich die Mädels im Sand räkeln oder unter der Dusche ordentlich schrubben (völlig jugendfrei) dann ist das immer nett anzusehen. Aber eben völlig ohne Horror und mit nur gaaanz wenig Erotik.

An der Bild- und Tonqualität gibt es nicht so viel zu meckern. Das Bild ist scharf, die Farben lebendig, eigentlich alles in Ordnung. Auch der Ton (Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1)) geht so in Ordnung, sogar die Synchronsprecher liefern gute Ergebnisse ab. Allein die Handlung des Films lässt einem die Haare ergrauen.