Eine Box – 4 Horror-Schocker. Ganz nach dem Motto: “Von jedem etwas”, bietet diese Box für jeden Geschmack etwas.

Days of the Dead 3

Der erste Titel „Days of the Dead 3“ setzt auf die alte Zombie-Manie. Darren Hall, ein junger Forscher, wird Zeuge davon, dass ein Serum Menschen zu Monstern werden lässt. Er stiehlt dieses Serum aus der Forschungsbasis, bevor diese zerstört wird und ermittelt in einem heruntergekommenen Haus auf eigene Faust, um das Serum zu perfektionieren. Doch auch hier bekommt er es nicht in den Griff und die ersten Zombies lassen nicht auf sich warten.

Ein typischer Spoiler für einen Zombie-Film, der sich lediglich durch die Art der Ausbreitung von seinen Kollegen unterscheidet. Dieser Plot spielt in einer düsteren und sehr altmodischen Atmosphäre, die definitiv an die typischen Zombie-Filme der 80er Jahre erinnert. Würde der Zuschauer nicht wissen, dass er 2008 produziert wurde, so hätte man dies auch nicht bemerkt. Neben der heruntergekommenen Atmosphäre des „Hotels“ setzt Chris Coleen auf Blut, Leichen und zahlreiche Zombies, die durch ein nettes Make-Up ansprechend umgesetzt wurden. Dies kann jedoch nicht die schwachen Dialoge und die stark vorhersehbare Handlung überspielen. Die Kombination mit unlogischen Momenten, wo der „Patient“ erst einmal vergessen wird für ein nettes Schäferstündchen, sorgt eher für die Belustigung des Publikums als für wirklich greifbare Spannung. Nichtsdestotrotz ein interessanter B-Movie, den man aber nicht unbedingt kennen muss.

40 von 100 Punkten

Live Evil

Der zweite Titel „Live Evil“ ist der einzige Titel ab 18 Jahren und sagt dem Twilight-Hype den Kampf an. Moderne Blutsauger kümmern sich nicht um die Tageszeit, gehen anderen Vampirgruppen aus den Weg und müssen mit dem drogen- und alkoholverschmutzen Blut der Menschheit kämpfen. Eine kleine Party-Vampir-Gruppe zieht es ins total verschmutzte Hollywood. Im Gepäck einen durchgeknallten Vampirjäger im Priestergewand.

Vampir-Filme sind schon seit Jahren höchst begehrt. Doch spätestens nach Twilight lieben sie auch verängstigte Mädchen. Diese Low-Budget-Produktion ist jedoch nichts für schwache Nerven, denn kaum eine Szene kommt ohne massig Blut, Gedärme und grausame Morde aus. Ganz nach den großen Vorbildern „Blade“ und „Van Helsing“ wird auf einen coolen Jäger gesetzt, der keinen Vampir am Leben lässt. Allerdings darf dieser Film nicht allzu ernst genommen werden, denn die Art und Weise wie hier gekämpft und getrunken wird, ist mehr eine Parodie als ein ernstgemeinter Horror-Schocker. So muss ein weiblicher Vampir, nachdem sie einige verseuchte Menschen angesaugt hat, fast fünf Minuten lang hellrote Flüssigkeit, die eher an Wasser erinnert, als an Blut, ausspucken. Wer nicht allzu hohe Anforderungen hat, wird bei dieser Parodie auf seine Kosten kommen. Allerdings nichts für schwache Mägen.

85 von 100 Punkten

The Dead Outside

Der dritte Film „The Dead Outside“ setzt auf einen Virus, der die Menschheit in absolute Dummköpfe verwandelt und im Anschluss tötet. Weite Teile in England sind schon dahin gerafft, als Daniel mitten in Nordschottland liegen bleibt. Er sucht Hilfe und stößt dabei auf einen kleinen Bauernhof, wo April abgeschieden haust. Und wie es aussieht, kennt April das Geheimnis für das Immun-Gen, aber sie will den Hof unter keinen Umständen verlassen.

Ein Plot mit viel Potential, welches nicht genutzt wurde. Beschränkt auf drei Hauptdarsteller ist es dem Zuschauer sogar vergönnt, die Dummköpfe wirklich zu sehen. Im Dunkeln angedeutet, könnte in dieser Szene auch die eigene Mutter eingeblendet und mit etwas Blut beschmiert worden sein. Dies ist aber nicht nur bei diesen Situationen so, denn durch die Dunkelheit des Bildes sind auch andere wichtige Szenen kaum zu erkennen. Gedankengänge werden abrupt abgebrochen und nicht zu Ende geführt. Was besonders beim Schluss absolut enttäuschend ist. Spannung gibt es nur minimal und typische Horror-Elemente sind gar nicht vertreten. Ich persönlich würde es eher zwischen Endzeit-Drama und Seuchen-Film einstufen. Hier kann man ehrlich sagen, dass es nicht mal mehr als B-Movie durchgeht.

13 von 100 Punkten

Forget me not

Der letzte Film „Forget me not“ ist in der geschnittenen 16er Version auf der Box. Enttäuschend, da schon ein anderer Film ab 18 auf der Box ist.

Hier trifft der Horror-Fan auf Sandy und ihren Bruder Eli, die gerade die High School beendet haben. Ein sorgloser Sommer erwartet sie und ihre Freunde. Doch es ist nicht so harmlos wie es scheint. Erst gibt es Streit, dann verschwinden einige Teenager. Sandy, die unheimliche Erscheinungen sieht, stellt Nachforschungen an und kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur.

Typischer Teenager-Horror-Spoiler mit bekannten Teen-Stars aus Serien wie Hannah Montana, die über eine gewisse schauspielerische Leistung verfügen. Dieses kommt bei einer Orgie aus Sex, Drogen und Alkohol weniger zum Vorschein. Stattdessen muss man sich erst einmal durch einen zähen Anfang kämpfen, bevor es anfängt spannend zu werden. Hauptsächlich sorgen dafür überraschende Wendungen, die sich definitiv nicht erahnen lassen. Kleinere Schockmomente runden das Ganze zu einem passablen B-Movie ab. Lediglich die manchmal zu unausgegorenen Dialoge sorgen für so manchen dummen Moment, der wiederum nur selten zu Lachern, sondern eher zu Kopfschüttlern führt. Trotzdem ein netter Film für Zwischendurch.

68 von 100 Punkten

Alles in allem eine Box mit gemischten B-Movies und Trash. Wer keinen allzu guten Horror, wie zum Beispiel „The Ring“ oder Kult-Horror wie „ Nightmare on Elm Street“ erwartet, wird sicherlich teilweise auf seine Kosten kommen.

Eingehende Suchanfragen: