Jeden Horror-Fan sagt der Name „Hellraiser“ etwas! Gehört doch der erste Teil aus dem Jahr 1987 wohl zu den besten Horror-Filmen überhaupt! Auch die folgenden Teile konnten die Fans noch mehr oder weniger richtig begeistern. Doch was heute aus diesem einst so guten Thema Pinhead geworden ist, ist fast schon eine Frechheit!

Aber erstmal zur Story:

Die beiden Freunde Steven (gespielt von Nick Eversman) und Nico (gespielt von Jay Gillespie) haben die Schnauze voll von ihrem Leben zu Hause in der Kleinstadt. Also machen sie sich kurzerhand auf einen Roadtrip nach Mexiko. Doch von Spaß und Party keine Spur, sie geraten schnell in den Besitz des gefährlichen Höllenwürfels und so nimmt das Schicksal seinen Lauf…

Währenddessen melden die Eltern die beiden Jungs natürlich als vermisst, die Polizei geht aber von einem Verbrechen aus und mutmaßt, dass die beiden tot sind. So wird den Familien das Hab und Gut der Jungs nach Hause geschickt, unter dem sich auch eine Videokamera befindet. So können die Familien selbst mit erleben, was vor dem Verschwinden der beiden geschehen ist und wie sie von einem mysteriösen Mann mit Nägeln im Kopf angegriffen worden sind. Ebenfalls im Gepäck befindet sich diese seltsame Würfel, den Steven’s Schwester Emma (gespielt von Tracey Fairaway) genauestens betrachtet. Kurz geöffnet, erscheint plötzlich der verschwundene Steven wieder. Doch Pinhead ist nicht weit entfernt!

Lass diesen Schrecken schnell enden!

Zugegeben: Die Story klingt gar nicht mal so schlecht und Hellraiser-Fans können sich freuen, dass auch die Cenobiten wieder ein größere Rolle spielen. Das war es aber auch schon mit den positiven Meldungen. Schaut man sich die Informationen der DVD vor dem Film an, so stellt man enttäuscht fest, dass der Film gerade mal 75 Minuten dauern soll. Aber selbst das ist gelogen, denn eigentlich sind es nichtmal 70 Minuten, der Abspann dauert nur nochmal knapp 10 Minuten! Aber um ehrlich zu sein, ist man am Ende mehr als erleichtert, dass der Film nicht länger ging, denn man fängt schon früh an, das Ende herbei zu sehnen. Nicht, weil der Film so blutig oder gruselig wäre. Nein, weil er einfach unglaublich schlecht ist!

Warum? Oh, das hat viele Gründe: Als erstes fallen natürlich die Schauspieler auf, besonders die beiden Jungs werden hier richtig schlecht dargestellt und sind total fehlbesetzt. Aber auch Pinhead selbst kommt einfach nur lächerlich und albern daher. Wer soll denn da Angst bekommen?

Dann fällt ebenfalls schnell auf, dass die Story doch so ihre unlogischen Aspekte hat. Da handeln die Protagonisten dermaßen unlogisch, dass man sich fragt, wie man auf die blöde Idee kam, das so ins Drehbuch zu schreiben.

Aber das ist immer noch nicht alles! Die Kameraführung ist richtig schlecht (und nein, nicht wegen der Hand-Cam-Szenen, sondern alle anderen, „normalen“ Szenen), Splattereffekte vermisst man abgesehen vom Ende völlig und zu allem Überfluss ist auch noch die deutsche Synchronisation mächtig in die Hose gegangen. Apros Splattereffekte am Ende: Diese halten sich auch dann noch in Grenzen und das Ende selbst ist ein reiner Witz! Als hätte man einfach spontan beschlossen „So, wir hören jetzt auf mit Drehen, kein Bock mehr, der Film ist fertig“. Der Zuschauer wird mit einer Menge offener Frage sitzen gelassen, die aber dann doch irgendwie nicht mehr interessieren, weil man eben so erleichtert ist, dass das Schrecken endlich ein Ende hat.

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